Advertorial buchen: Mediadaten lesen, verhandeln und richtig briefen
Was ein Advertorial ist, wie es gekennzeichnet wird und was es kostet, beantwortet unser Grundlagen-Guide Advertorial: Definition, Kennzeichnung, Kosten und Linkwirkung. Dieser Beitrag geht einen Schritt weiter: Er zeigt, wie Sie ein Advertorial tatsächlich buchen, also Mediadaten lesen, verhandeln, briefen und den Erfolg messen.
Kurz & knapp
- Mediadaten nennen meist Listenpreise. Agenturen erhalten in vielen Verlagen eine Provision, Direktkunden fragen nach Rabatt für Mehrfachbuchungen.
- Der Preis gilt in der Regel nur für den Platz. Text, Bilder, Teaser und Newsletter-Erwähnung kosten oft extra.
- Ein gutes Briefing enthält Ziel, Zielgruppe, Kernaussage, Ansprechpartner, Linkziel und Freigabeprozess.
- Lassen Sie sich Kennzeichnung, Linkattribut, Laufzeit und Leserzahlen nach Abschluss schriftlich zusagen.
- Messen Sie Besuche und Anfragen über UTM-Parameter, nicht über Domainstärke.
Der Buchungsprozess
Mediadaten richtig lesen
| Angabe in den Mediadaten | Was dahintersteckt | Nachfragen |
|---|---|---|
| Seitenaufrufe pro Monat | Gesamtreichweite der Website | Wie viele Aufrufe hat ein typisches Advertorial? |
| Unique User | Einzelne Besucher | Anteil aus Deutschland bzw. DACH? |
| Leserschaft | Branche, Position, Unternehmensgröße | Woher stammen die Angaben? |
| Listenpreis | Ohne Rabatte und Provision | Rabatt bei Mehrfachbuchung? |
| Laufzeit | Startseite, Rubrik, Archiv | Wie lange auf der Startseite, wie lange online? |
| Zusatzleistungen | Newsletter, Social, Teaser | Was ist im Preis enthalten? |
Verhandeln: Was üblich ist
Listenpreise sind in vielen Verlagen Verhandlungsbasis. Agenturen erhalten häufig eine Agenturprovision, Direktkunden können nach Rabatten für Mehrfach- oder Paketbuchungen fragen oder nach Restplätzen kurz vor Erscheinen. Wichtiger als ein paar Prozent Rabatt sind oft die Zusatzleistungen: Ein Teaser im Newsletter kann mehr Leser bringen als der Artikel selbst. Wie die Preise im Markt verteilt sind, zeigt der Linkpreis-Index DACH.
Das Briefing
- Ziel: Bekanntheit, Leads, Nennung als Experte?
- Zielgruppe: Wer genau soll den Artikel lesen?
- Kernaussage: Eine Botschaft, die nach dem Lesen hängen bleibt.
- Ansprechpartner und Zitate: Wer steht für Rückfragen bereit?
- Linkziel: Eine passende Unterseite mit UTM-Parametern, nicht die Startseite.
- Freigabe: Wer gibt frei, wie viele Korrekturschleifen?
UTM-Links erstellen Sie mit dem UTM-Generator.
Was das für Sie konkret heißt
Fordern Sie bei drei Medien Mediadaten an und vergleichen Sie Preis pro Leser, nicht Preis pro Artikel. Fragen Sie aktiv nach Newsletter- und Startseiten-Teaser.
Schreiben Sie ein einseitiges Briefing und vereinbaren Sie, dass Sie Leserzahlen des Beitrags nach 30 Tagen erhalten. Ohne diese Zahl können Sie den Erfolg nicht bewerten.
Häufige Fragen
Wie buche ich ein Advertorial?
Mediadaten anfordern, Format und Termin anfragen, Konditionen verhandeln, Briefing liefern, Text freigeben und den Erfolg über UTM-Parameter messen.
Kann man Advertorial-Preise verhandeln?
Oft ja. Listenpreise sind in vielen Verlagen Verhandlungsbasis, besonders bei Mehrfachbuchungen. Agenturen erhalten häufig eine Provision.
Was gehört in ein Advertorial-Briefing?
Ziel, Zielgruppe, Kernaussage, Ansprechpartner, Linkziel mit UTM-Parametern und der Freigabeprozess.
Wer schreibt das Advertorial?
Je nach Verlag Sie selbst oder die Redaktion gegen Aufpreis. Texte der Redaktion passen meist besser zum Medium, kosten aber mehr.
Wie messe ich den Erfolg eines Advertorials?
Über Besuche und Anfragen aus dem UTM-markierten Link sowie über die Leserzahl des Beitrags, die Sie beim Verlag anfordern.
