Wie die Stephan Zabel GmbH aus einer Erhebung von 210 Rathaus-Websites eine Digital-PR-Kampagne mit interaktiver Karte und offenen Daten gebaut hat. Ein ehrlicher Zwischenstand mit Score-Modell, Versandplan und den Messgrößen, an denen die Kampagne gemessen wird.
Case Studies zu Linkbuilding und Digital PR zeigen an echten Kampagnen, was eine Maßnahme gekostet, was sie gebracht und in welchem Zeitraum sie gewirkt hat – vorausgesetzt, sie legen Ausgangslage, Methodik und Zahlen offen. Eine Case Study ohne Ausgangswert, Zeitraum und Aufwand ist keine Fallstudie, sondern eine Werbeanzeige in Berichtsform.
Genau daran krankt der Markt: Die meisten veröffentlichten Erfolgsgeschichten stammen von Anbietern über ihre eigenen Projekte, zeigen nur die gelungenen Kampagnen und nennen Prozentwerte ohne Basis. Das macht sie nicht wertlos, aber schwer vergleichbar.
In dieser Rubrik dokumentiert Linkship Kampagnen mit echten Zahlen – einschließlich der Stellen, an denen etwas nicht funktioniert hat. Zwischenstände werden als solche gekennzeichnet und fortgeschrieben. Darunter erfahren Sie außerdem, wie Sie jede Case Study lesen und bewerten, auch die von Anbietern, die Ihnen ein Angebot machen.
Das Wichtigste in Kürze
Eine aussagekräftige Case Study nennt Ausgangswerte mit Datum, den Messzeitraum, die Maßnahmen, den Aufwand und das Ergebnis mit Quelle.
Die wichtigste Kennzahl im Linkbuilding sind neue verweisende Domains, nicht die Zahl der Backlinks.
Prozentwerte ohne Ausgangsbasis, Kurven ohne Zeitachse und anonyme Kunden ohne prüfbare Links sind Warnsignale.
Zwischen einer Kampagne und ihrer messbaren Wirkung liegen Wochen bis Monate; seriöse Case Studies kennzeichnen Zwischenstände.
Linkship veröffentlicht Case Studies nur mit belegten Zahlen und legt offen, wenn der Betreiber, die Stephan Zabel GmbH, selbst beteiligt war.
Was ist eine Case Study?
Eine Case Study – deutsch Fallstudie – beschreibt ein einzelnes Projekt von der Ausgangslage über die Entscheidungen bis zum Ergebnis, so dass andere daraus lernen können. Im Marketing wird der Begriff breit verwendet. Für Ihre Bewertung hilft die Unterscheidung von vier Formaten, die oft unter demselben Etikett auftreten.
Format
Was es zeigt
Aussagekraft
Case Study
Ausgangslage, Vorgehen, Zahlen, Einordnung
Hoch, wenn Methodik und Zeitraum offenliegen
Referenz
Kundenname, Leistung, ggf. Logo
Belegt nur, dass es ein Projekt gab
Testimonial
Zitat eines zufriedenen Kunden
Stimmung, keine Zahlen
Erfahrungsbericht
Subjektive Schilderung, oft ohne Messung
Gut für Einschätzungen, schwach als Beleg
Erfahrungsberichte aus der Praxis sammeln wir in der Rubrik Experteninterviews – etwa im Interview mit Stephan Zabel über die Bedingungen, unter denen Linkbuilding heute wirkt. Case Studies gehen einen Schritt weiter: Sie belegen mit Zahlen.
Woran Sie eine aussagekräftige Case Study erkennen
Ob eine Case Study von einer Agentur, einem Tool-Anbieter oder einem Magazin stammt, spielt eine geringere Rolle als ihr Aufbau. Prüfen Sie jede Fallstudie an denselben Punkten.
Linkship-Grafik
Case Study im Schnellcheck
Absolute Zahlen mit Datum und offener Aufwand sprechen für eine belastbare Case Study, Prozentwerte ohne Basis dagegen.
Ausgangslage mit Datum: Wie viele verweisende Domains, welche Sichtbarkeit, welcher Traffic lagen zu Beginn vor – und an welchem Tag wurde gemessen?
Zeitraum: Von wann bis wann lief die Kampagne, und wann wurde das Ergebnis erhoben?
Maßnahmen: Was genau wurde getan – und was lief parallel, etwa ein Relaunch oder neue Inhalte?
Aufwand: Budget, Personentage oder zumindest eine qualitative Einordnung des Einsatzes.
Ergebnis mit Quelle: Welche Zahl, aus welchem Werkzeug, mit welchem Stand?
Grenzen: Was hat nicht funktioniert, was lässt sich nicht eindeutig zuordnen?
Welche Kennzahlen in Linkbuilding-Case-Studies zählen
Viele Case Studies wählen die Kennzahl, die am besten aussieht. Für Ihre Entscheidung zählen die Kennzahlen, die am wenigsten manipulierbar sind.
Kennzahl
Was sie zeigt
Worauf Sie achten sollten
Neue verweisende Domains
Wie viele unterschiedliche Websites neu verlinken
Aussagekräftiger als die Zahl der Backlinks, die durch Footer- oder Sidebar-Links aufgebläht wird
Linkquellen
Welche Medien verlinkt haben
Nennt die Case Study Medien oder zumindest Medientypen?
Rankings und Sichtbarkeit
Veränderung für definierte Suchbegriffe
Welche Keywords, welches Werkzeug, welcher Zeitraum?
Impressionen in der Search Console
Wie oft Seiten in der Google-Suche erschienen
Daten von Google selbst, nicht von einem Tool geschätzt
Markennennungen
Erwähnungen mit und ohne Link
Relevant für Digital PR und KI-Sichtbarkeit
KI-Zitationen
Nennung in ChatGPT, Perplexity, AI Overviews
Nur mit festem Fragenkatalog und Messdatum belastbar
Kosten pro verweisender Domain
Wirtschaftlichkeit
Nur vergleichbar, wenn interner Aufwand mitgerechnet ist
Der Vorher-nachher-Vergleich ist das Herz jeder Case Study – und ihre häufigste Schwachstelle. Drei Fragen helfen bei der Einordnung.
Wie groß war die Basis?
Rechenbeispiel: „Plus 300 Prozent organischer Traffic" klingt beeindruckend. Steigt der Traffic von 200 auf 800 Besuche im Monat, ist das für eine junge Website ein schöner Erfolg, für die Budgetentscheidung eines Mittelständlers aber wenig aussagekräftig. Verlangen Sie immer die absoluten Werte.
Was lief parallel?
Rankings verändern sich durch Google-Updates, Saisonalität, neue Inhalte, technische Korrekturen und die Konkurrenz. Eine Case Study, die jede Verbesserung dem Linkaufbau zuschreibt, ohne andere Einflüsse zu nennen, überschätzt ihre eigene Wirkung.
Stimmt das Zeitfenster?
Links wirken nicht über Nacht. Wer sechs Wochen nach Kampagnenstart große Rankingsprünge zeigt, hat entweder parallel etwas anderes verändert oder einen günstigen Messtag gewählt. Umgekehrt ist eine Kampagne nach vier Wochen nicht gescheitert, nur weil die Wirkung noch aussteht.
Für die Wirtschaftlichkeit lohnt der Vergleich mit Marktwerten: Der Linkship-Kostenrechner setzt als Richtwerte rund 425 Euro pro neuer verweisender Domain im Basis-Segment, 917 Euro bei Fachmedien und 1.875 Euro im Premium-Segment an. Liegt eine Case Study deutlich darunter, fragen Sie nach, ob interner Aufwand und Nacharbeit eingerechnet sind.
Linkship-Grafik
Belastbar oder geschönt?
Der Unterschied liegt selten in der Kampagne, sondern darin, wie offen über Basis, Zeitraum und Aufwand berichtet wird.
Warnsignale bei geschönten Erfolgsgeschichten
Nur relative Werte: Prozentangaben ohne Ausgangsbasis.
Screenshots ohne Kontext: Kurven ohne Zeitachse, Datum oder Werkzeug.
Anonyme Kunden ohne Prüfmöglichkeit: Diskretion ist legitim, aber dann sollten wenigstens Medientypen und Zeiträume genannt werden.
Keine Kosten, kein Aufwand: Ein Ergebnis ohne Einsatz lässt sich nicht bewerten.
Nur Erfolge: Wer nie von einer gescheiterten Maßnahme berichtet, zeigt eine Auswahl.
Gekaufte Links als „Digital PR": Fragen Sie, ob Platzierungen bezahlt wurden. Die Antwort verändert die Bewertung vollständig.
Unsere Empfehlung: Bitten Sie einen Anbieter, Ihnen bei einer Case Study drei der gewonnenen Links als URL zu zeigen. Wer echte redaktionelle Links aufgebaut hat, kann das in den meisten Fällen ohne Weiteres.
Wie Linkship Case Studies dokumentiert
Für die Case Studies in dieser Rubrik gelten dieselben Maßstäbe, die wir an fremde anlegen. Sie folgen einem festen Ablauf.
Linkship-Grafik
So dokumentiert Linkship Case Studies
Messgrößen stehen vor dem Ergebnis fest; Zwischenstände werden mit Datum veröffentlicht und fortgeschrieben.
Nur echte Zahlen: Jede Zahl stammt aus einer benannten Quelle mit Messdatum. Schätzungen werden als Schätzungen gekennzeichnet.
Messgrößen vorab: Welche Kennzahlen wann ausgewertet werden, steht schon im ersten Stand der Case Study.
Zwischenstände sichtbar: Liegen noch keine Ergebnisse vor, steht das so da – mit Datum und dem Hinweis, dass die Case Study fortgeschrieben wird.
Offenlegung: Linkship wird von der Stephan Zabel GmbH betrieben. Stammt eine Kampagne von ihr, steht das ausdrücklich im Beitrag.
Keine Bloßstellung Dritter: Wo Kampagnen Dritte bewerten, etwa Websites oder Unternehmen, nennen wir Vorbilder, aber keine Schlusslichter.
Die erste Case Study: Digital-Atlas Mittelfranken
Den Anfang macht eine Kampagne des Linkship-Betreibers selbst. Für den Digital-Atlas Mittelfranken hat die Stephan Zabel GmbH die offiziellen Websites aller 210 Städte und Gemeinden im Regierungsbezirk nach einem Punktemodell mit vier Bereichen geprüft – Technik, Barrierefreiheit, Bürgerservice und KI-Sichtbarkeit –, die Ergebnisse als interaktive Karte mit frei nutzbarem Datensatz veröffentlicht und ausgewählten Redaktionen angeboten.
Die Case Study beschreibt Idee, Datenerhebung, die bewusste Entscheidung gegen ein Negativ-Ranking, den Versandplan und die Kennzahlen, an denen die Kampagne gemessen wird. Ergebnisse gibt es noch nicht – der Beitrag ist ausdrücklich ein Zwischenstand und wird nach der Auswertung ergänzt. Wie sich solche Datenkampagnen allgemein aufbauen lassen, zeigen Datenstudie als Linkmagnet und Digital PR für Linkbuilding.
Case Studies bei der Anbieterwahl nutzen
Die Case Studies eines Anbieters sind oft das Einzige, was Sie vor Vertragsschluss über seine Arbeit erfahren. Nutzen Sie sie als Gesprächsgrundlage, nicht als Beweis: Fragen Sie nach Zeitraum, Aufwand, den verlinkenden Medien und danach, was bei diesem Projekt nicht funktioniert hat. Ein Anbieter, der darauf konkret antwortet, hat mehr Vertrauen verdient als einer mit der schönsten Kurve.
Im Linkship-Verzeichnis finden Sie zu jedem Anbieter recherchierte Kennzahlen, die unabhängig von seinen eigenen Case Studies sind, darunter Domain Rank (DataForSEO, 0–100), verweisende Domains und öffentliche Bewertungsquellen. Eine nach offener Methodik bewertete Auswahl zeigen die Bestenlisten.
Ein Hinweis zur KI-Suche: Case Studies, die heute entstehen, sollten neben Links und Rankings auch Nennungen in KI-Antworten erfassen. Für das Google-Ranking zählt der Link, für die Sichtbarkeit in ChatGPT und AI Overviews oft schon die Erwähnung. Eine Case Study, die nur eines von beiden misst, zeigt nur die halbe Wirkung.
Anbieter mit belegten Kennzahlen vergleichen
197 recherchierte Anbieterprofile mit Methoden, Preismodellen, Domain Rank und Bewertungsquellen – unabhängig von den Erfolgsgeschichten der Anbieter selbst.
Eine Case Study, auf Deutsch Fallstudie, beschreibt ein einzelnes Projekt von der Ausgangslage über das Vorgehen bis zum Ergebnis. Im Linkbuilding und in der Digital PR zeigt sie, welche Maßnahmen in welchem Zeitraum mit welchem Aufwand welche Wirkung hatten. Aussagekräftig ist sie nur mit Ausgangswerten, Messdatum und Quelle.
Welche Kennzahlen gehören in eine Linkbuilding-Case-Study?
Die wichtigste Kennzahl sind neue verweisende Domains, ergänzt um die Linkquellen, die Entwicklung von Rankings oder Search-Console-Impressionen und den Aufwand. Für Digital PR kommen Markennennungen ohne Link hinzu, zunehmend auch Nennungen in KI-Antworten. Die bloße Zahl der Backlinks ist wenig aussagekräftig.
Woran erkenne ich eine geschönte Case Study?
Typische Warnsignale sind Prozentwerte ohne Ausgangsbasis, Kurven ohne Zeitachse, fehlende Angaben zu Kosten oder Aufwand und ausschließlich positive Ergebnisse. Auch anonyme Kunden ohne jede Prüfmöglichkeit sollten Sie skeptisch machen. Fragen Sie nach absoluten Zahlen und Beispiel-URLs.
Wie lange sollte der Zeitraum einer Case Study sein?
Für Linkbuilding sind mehrere Monate üblich, weil Links mit Verzögerung wirken. Erste Kennzahlen einer Digital-PR-Kampagne lassen sich nach etwa vier Wochen erheben, die Wirkung auf Rankings und KI-Antworten zeigt sich später. Seriöse Case Studies nennen den Messzeitraum und kennzeichnen Zwischenstände.
Warum veröffentlicht Linkship Case Studies mit Zwischenständen?
Weil die meisten Case Studies erst erscheinen, wenn das Ergebnis gut ist – und die anderen nie. Wer den Plan und die Messgrößen vorab veröffentlicht, kann später nicht still die Kennzahl wechseln. Zwischenstände werden mit Datum gekennzeichnet und fortgeschrieben.
Sind Case Studies von Agenturen glaubwürdig?
Sie können es sein, sind aber immer Eigenwerbung. Entscheidend ist, ob Ausgangslage, Zeitraum, Aufwand und Ergebnis prüfbar sind. Nutzen Sie Agentur-Case-Studies als Grundlage für Rückfragen im Erstgespräch, nicht als alleinigen Beleg für die Qualität eines Anbieters.
Warum stammt die erste Case Study vom Betreiber von Linkship?
Weil wir nur Kampagnen dokumentieren, deren Zahlen wir vollständig kennen und belegen können. Bei eigenen Projekten ist das gewährleistet. Die Beteiligung der Stephan Zabel GmbH wird in jeder betroffenen Case Study offen ausgewiesen.