Titelkarte: Wie bekomme ich Backlinks? – Linkaufbau für KMU, Linkship

Wie bekomme ich Backlinks? Die realistischen Quellen für ein Unternehmen

Die Frage wird fast immer zu spät gestellt – nämlich erst, wenn schon klar ist, dass die Website ohne Verweise nicht vorankommt. Und sie wird fast immer falsch beantwortet, nämlich mit einer Liste von Taktiken, die ein Zehn-Personen-Betrieb nie umsetzen wird.

Diese Übersicht geht anders vor. Sie sortiert die Quellen nicht danach, was theoretisch am besten wirkt, sondern danach, was ein Unternehmen ohne eigene SEO-Abteilung tatsächlich erreicht – und nennt bei jeder, woran es in der Praxis scheitert.

Eine Vorbemerkung, die viel Geld spart: Die ergiebigste Quelle steht ganz oben in der Tabelle und kostet keine Rechnung. Sie wird trotzdem regelmäßig übersprungen, weil sie nach Arbeit aussieht statt nach Einkauf.

Kurz & knapp

  • Die ersten vier bis sechs verweisenden Domains entstehen in den meisten Unternehmen aus bestehenden Geschäftsbeziehungen – ohne Rechnung, in rund 30 Tagen.
  • Bezahlte Platzierungen in Fachmedien liegen im Markt zwischen 150 und 3.000 Euro je Stück. Der Preis hängt am Medium, nicht an der Zahl der Links.
  • Quellen, die jeder ohne Prüfung bekommt – Profillinks, Kommentare, Linklisten – sind genau deshalb fast wirkungslos.

Die sieben Quellen im Überblick

Sortiert nach Trefferquote für ein mittelständisches Unternehmen ohne Vorerfahrung. Die Preisangaben sind Marktspannen aus dem Beitrag Linkbuilding-Kosten, keine Angebote.

Sieben Quellen nach TrefferquoteHohe AusbeuteEigene Geschäftsbeziehungen – keineRechnungFachmedien bezahlt – 150 bis 3.000 €Marktplätze – 150 bis 900 € plusProvisionMittlere AusbeuteRegionalpresse – meist kostenlosFachmedien redaktionell – Ablehnung istnormalEigene Daten – 5 bis 15 PersonentageBasis ohne HebelVerzeichnisse und Firmeneinträgekaum Ranking-Wirkungtrotzdem Pflichtprogramm
Sortiert nach dem, was ohne SEO-Abteilung erreichbar ist – nicht nach dem, was theoretisch am stärksten wirkt.
QuelleAufwandPreisTrefferquoteHaken
Geschäftsbeziehungen6 Std./Woche, 4 Wochenkeine Rechnunghochmuss jemand intern machen
Regionalpresse2–4 Std. je Meldungmeist kostenlosmittelbraucht einen echten Anlass
Fachmedien, redaktionell4–8 Std. je Beitrag0 bis 3.000 €mittelAblehnung ist der Normalfall
Fachmedien, bezahlt20–40 Min. je Platzierung150 bis 3.000 €hochKennzeichnungspflicht
Eigene Daten und Studien5–15 Personentageinterne Kostenschwankendohne Zahlen kein Anlass
Verzeichnisse und Firmeneinträge8–15 Std. einmalig0 bis 250 €sehr hochkaum Ranking-Wirkung
Marktplätze20–40 Min. je Platzierung150 bis 900 € plus ProvisionhochAuswahl bleibt bei Ihnen

Quelle 1: Die eigenen Geschäftsbeziehungen

Jedes Unternehmen steht bereits in Beziehungen, die einen Verweis rechtfertigen: Innungen und Verbände, Lieferanten mit Händlerverzeichnis, Sponsorings im Verein, Kooperationspartner, ehemalige Arbeitgeber der Geschäftsführung, Hochschulen mit Praxispartnerliste.

Der Ablauf ist unspektakulär: Liste anlegen, zu jedem Eintrag prüfen, ob Sie dort bereits genannt werden, und bei Nennung ohne Link freundlich nach dem Link fragen. Das ist die höchste Trefferquote im ganzen Linkaufbau, weil die Beziehung schon besteht. Der Dreißig-Tage-Plan steht in Backlinks kostenlos.

Der Sonderfall, der am häufigsten übersehen wird: Erwähnungen Ihres Firmennamens ohne Link. Die gibt es in fast jedem Unternehmen, oft mehrere Dutzend. Wie Sie sie finden und in Verweise verwandeln, steht in Unverlinkte Markennennungen

Quelle 2 und 3: Presse und Fachmedien

Regionalzeitungen und Anzeigenblätter veröffentlichen Meldungen aus dem lokalen Wirtschaftsleben – Jubiläum, Auszeichnung, Neubau, Ausbildungsstart. Das kostet in der Regel nichts und verlangt nur eine sauber geschriebene Meldung mit Zahl, Zitat und Foto. Das Vorgehen steht in Pressearbeit für kleine Unternehmen.

Fachmedien sind der eigentliche Hebel für B2B und Industrie, weil dort die Leser sitzen, die etwas kaufen. Zwei Wege führen hinein: ein Gastbeitrag, den die Redaktion aus fachlichem Interesse annimmt (siehe Gastbeitrag schreiben), oder ein bezahlter Beitrag nach Mediadaten. Welche deutschsprachigen Titel überhaupt für Beiträge offen sind, steht im Fachmagazin-Verzeichnis – aktuell 440 Medien, filterbar nach Thema und Format.

Was Sie sich sparen können

Drei Quellen tauchen in jeder zweiten Anleitung auf und liefern in der Praxis fast nichts:

Aufwand und Wirkung im VergleichSOFORT ANFANGENLOHNT DEN AUFWANDBASIS ERLEDIGENWEGLASSENAufwand →Wirkung →Eigene GeschäftsbeziehungenRegionalpresseEigene Daten und StudienFachmedien redaktionellFachmedien bezahltVerzeichnisseProfillinks und Kommentare
Die Quellen unten rechts kosten Zeit und liefern nichts. Die oben links sind der Grund, warum jede Inventur mit den eigenen Beziehungen beginnt.
  • Profillinks in Foren und Portalen. Jeder kann sie setzen, also sagt ihr Vorhandensein nichts aus. Entsprechend wenig zählen sie.
  • Blogkommentare mit Link. Seit Jahren standardmäßig als nofollow gekennzeichnet, geben also keine Linkkraft weiter – was das genau bedeutet, erklärt Nofollow, Sponsored und UGC.
  • Linktausch. „Wir verlinken uns gegenseitig“ klingt fair und ist in Googles Richtlinien ausdrücklich als exzessiver Linktausch benannt.

Was das für Sie konkret heißt

Nehmen Sie sich die erste Zeile der Tabelle vor, nicht die vierte. Legen Sie eine Liste aller Mitgliedschaften, Lieferanten, Sponsorings und Kooperationen an und prüfen Sie zu jedem Eintrag zwei Dinge: Werden wir dort genannt? Ist die Nennung verlinkt?

Erfahrungsgemäß stehen nach dieser Inventur zwischen zehn und dreißig Einträge auf der Liste, von denen die Hälfte ohne Link auskommt. Das sind Ihre ersten Anfragen – und sie kosten nichts außer der Mail.

Was das nicht leistet

Diese Übersicht sagt nichts darüber, welcher einzelne Verweis in Ihrem Markt etwas bewegt. Ein Link aus einem Fachmedium mit 2.000 Lesern kann mehr wert sein als zehn aus Portalen mit sechsstelligen Besucherzahlen, wenn die 2.000 die richtigen sind. Die Prüfkriterien für den Einzelfall stehen in Backlinks bewerten.

Sie sagt auch nichts über Ihre Ausgangslage. Ob Sie zehn oder hundert Verweise brauchen, hängt allein am Wettbewerb in Ihren Suchbegriffen – nicht an einer allgemeinen Zahl.

Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis die ersten Links stehen?

Aus eigenen Geschäftsbeziehungen: zwei bis sechs Wochen, weil nur eine Mail und eine Antwort nötig sind. Redaktionelle Platzierungen in Fachmedien brauchen erfahrungsgemäß sechs bis zwölf Wochen von der Idee bis zur Veröffentlichung.

Lohnt sich ein Link, der auf <code>nofollow</code> steht?

Für das Ranking gibt er keine Linkkraft weiter. Für Besucher, Markenbekanntheit und die Frage, ob KI-Systeme Ihr Unternehmen nennen, zählt er trotzdem. Die Einordnung steht in Nofollow, Sponsored und UGC.

Können wir Backlinks einfach kaufen?

Ja, und der Handel selbst ist nicht verboten. Bezahlte Links müssen aber gekennzeichnet werden, sonst verstößt die Platzierung gegen Googles Richtlinien. Was Links kosten und woran Sie einen seriösen Anbieter erkennen, steht in Backlinks kaufen.

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