Gastbeitrag kaufen: Ablauf, Preise und woran Sie schlechte Angebote erkennen
Ein gekaufter Gastbeitrag ist die klassische Form des Linkkaufs: Sie liefern einen Artikel, eine fremde Seite veröffentlicht ihn, und darin steht ein Link zu Ihnen. Das Format ist beliebt, weil es planbar ist und Inhalte mit echtem Mehrwert für Leser erlaubt. Es ist aber auch das Format mit den meisten Billigangeboten und den meisten Fehlern.
Dieser Guide zeigt, wie ein Gastbeitrag-Kauf abläuft, was er kostet und woran Sie gute von schlechten Angeboten unterscheiden. Wie Sie den Text selbst schreiben, erklärt Gastbeitrag schreiben, wo Sie kostenlose Plätze finden, zeigt Backlinks kostenlos.
Kurz & knapp
- Ein gekaufter Gastbeitrag ist Werbung und muss als solche gekennzeichnet sein. Der Link braucht nach Googles Regeln
rel="sponsored". - Der Preis hängt von Reichweite und Thema der Seite ab. In deutschen Fachmedien liegt der Median für einen bezahlten Online-Artikel bei 1.935 Euro netto.
- Wichtiger als Domainstärke sind echte Leser, passendes Thema und wenige andere bezahlte Beiträge auf der Seite.
- Ein guter Gastbeitrag ist ein Fachartikel, der auch ohne Link lesenswert wäre.
- Warnsignale: Kategorie „Gastbeiträge“ mit Hunderten fremder Artikel, Themen von Kredit bis Kosmetik, keine Kommentare, keine Leser.
So läuft ein Gastbeitrag-Kauf ab
Woran Sie eine gute Seite erkennen
| Kriterium | Gutes Zeichen | Warnsignal |
|---|---|---|
| Thema | Seite schreibt seit Jahren über Ihr Fachgebiet | Alles von Kredit bis Kosmetik |
| Leser | Kommentare, Social Shares, Newsletter | Keine Spur echter Leser |
| Anteil bezahlter Beiträge | Wenige, gekennzeichnet | Eigene Kategorie mit Hunderten Gastartikeln |
| Rankings | Seite rankt für Fachbegriffe | Keine Rankings trotz hoher DA (Moz) oder DR (Ahrefs) |
| Impressum | Echter Verlag oder Betreiber | Kein oder anonymes Impressum |
| Umgang mit Kennzeichnung | Nennt Hinweis und Attribut offen | Lehnt jede Kennzeichnung ab |
Kennzahlen und ein Punktesystem für die Prüfung finden Sie in Backlinks bewerten: 10 Kriterien mit Punktesystem.
Was ein gekaufter Gastbeitrag kostet
Für bezahlte Online-Artikel in Fachmedien liefert der Linkpreis-Index DACH belastbare Zahlen: Median 1.935 Euro netto, die meisten Preise zwischen 1.000 und 4.000 Euro. Kleinere Fachblogs liegen oft deutlich darunter. Was ein Beitrag in Ihrer Nische kosten darf, schätzen Sie mit dem Gastbeitrag-Preisrechner.
Der Text: Fachartikel statt Werbetext
Ein guter Gastbeitrag beantwortet eine Frage der Leser der Zielseite, nicht Ihre Verkaufsfrage. Der Link sitzt dort, wo er dem Leser weiterhilft, mit Markenname oder natürlichem Teilsatz als Ankertext. Texte, die nur um den Link herum gebaut sind, erkennen Redaktionen, Leser und Google gleichermaßen.
Was das für Sie konkret heißt
Wählen Sie drei Seiten, deren Leser Ihre Kunden sind, und fragen Sie dort direkt an, bevor Sie zu Marktplätzen gehen. Direkte Anfragen sind oft günstiger und die Kennzeichnung lässt sich leichter klären.
Liefern Sie einen Text, den die Seite auch ohne Bezahlung veröffentlichen würde. Das ist der beste Schutz vor allen Risiken des Linkkaufs.
Häufige Fragen
Was kostet ein Gastbeitrag?
In deutschsprachigen Fachmedien liegt der Median für einen bezahlten Online-Artikel bei 1.935 Euro netto. Kleinere Fachblogs sind oft günstiger, große Portale teurer (Linkpreis-Index DACH, Stand September 2026).
Muss ein gekaufter Gastbeitrag gekennzeichnet werden?
Ja. Er ist Werbung und braucht einen klaren Hinweis wie „Anzeige“. Der Link sollte rel="sponsored" tragen. Dies ist keine Rechtsberatung.
Bringt ein gekaufter Gastbeitrag einen Ranking-Effekt?
Regelkonform mit rel="sponsored" gibt er nach Googles Vorgabe keine Linkkraft weiter. Sein Wert liegt in Lesern, Bekanntheit und der Nennung im Fachumfeld.
Soll ich den Gastbeitrag selbst schreiben?
Wenn möglich ja. Sie kennen Ihr Fachgebiet am besten. Wer den Text liefert, trägt aber auch mehr Verantwortung für Inhalt und Kennzeichnung.
Woran erkenne ich eine Gastbeitrags-Schleuder?
An einer eigenen Kategorie mit Hunderten fremder Artikel zu beliebigen Themen, fehlenden Lesern und dem Angebot, ohne Kennzeichnung zu veröffentlichen.
