Titelkarte: Fallanalyse Glücksatlas: Links im Jahrestakt – Case Study, Linkship

Glücksatlas-Fallanalyse: Wie eine jährliche Datenstudie Links sammelt

Jedes Jahr im Herbst stellen Redaktionen in ganz Deutschland dieselbe Frage: Wo leben die glücklichsten Menschen? Die Antwort liefert seit 2011 der Glücksatlas – und mit ihr eine Welle an Berichten, in denen Hamburg oder Bayern ihre Spitzenplätze melden und Mecklenburg-Vorpommern über den letzten Platz diskutiert.

Für Linkbuilding ist das ein Lehrstück. Der Glücksatlas ist keine Linkkampagne, sondern eine wissenschaftliche Studie. Er erfüllt aber alle Bedingungen, die eine Datenstudie zum Linkmagneten machen: eigene Zahlen, eine Rangliste mit regionalem Blickwinkel und einen Termin, der jedes Jahr wiederkommt.

Wir haben das Linkprofil der Studienseite mit DataForSEO vermessen – verweisende Domains, Zeitreihe, Ankertexte, meistverlinkte Unterseiten – und daraus abgeleitet, was ein mittelständisches Unternehmen davon im Kleinen übernehmen kann. Zur Einordnung: Linkship hat mit dem Glücksatlas nichts zu tun. Diese Fallanalyse wertet ausschließlich öffentliche Daten aus.

Kurz & knapp

  • Der SKL Glücksatlas ist eine jährliche Studie zur Lebenszufriedenheit in Deutschland; wissenschaftlich verantwortet von der Universität Freiburg, seit 2022 mit der SKL als Partner, die Daten erhebt vor allem das Institut für Demoskopie Allensbach.
  • Laut DataForSEO-Index (Abruf 04.10.2026) verweisen 789 Domains mit 2.038 Backlinks auf skl-gluecksatlas.de; Ende 2022 waren es 441 Domains.
  • In Monaten mit Veröffentlichung gewinnt die Studienseite knapp doppelt bis gut fünfmal so viele neue verweisende Domains wie in einem üblichen Monat (Median: 15).
  • Von 186 verweisenden Domains mit einem Domain Rank ab 60 sind 117 Nachrichten-, Publikums- oder Fachmedien – das sind 63 Prozent.
  • Die regionale Rangliste ist der eigentliche Linkhebel: Regionalzeitungen, Radiosender und Stadtportale berichten über ihren eigenen Platz und verlinken die Quelle.

Ausgangslage: eine Studie, die jedes Jahr wiederkommt

Der Glücksatlas misst seit 2011 die Lebenszufriedenheit der Deutschen. Die erste Ausgabe erschien mit der Deutschen Post als Partner, seit 2022 sind es die Staatlichen Klassenlotterien SKL. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei der Universität Freiburg, die Kerndaten erhebt das Institut für Demoskopie Allensbach in persönlichen Interviews.

Die Größenordnung ist beachtlich. Für die Ausgabe 2025 wurden in 13 Befragungen zwischen Juli 2024 und Juni 2025 insgesamt 13.905 Menschen ab 16 Jahren befragt, dazu kam eine Online-Sonderbefragung von Ipsos mit 5.145 Teilnehmern. Die Frage ist immer dieselbe: „Alles in allem – wie zufrieden sind Sie gegenwärtig mit Ihrem Leben?“ auf einer Skala von 0 bis 10. So steht es im Methodenbericht 2025.

Seit der SKL-Partnerschaft versteht sich skl-gluecksatlas.de ausdrücklich als „Glücksdatenbank für Journalistinnen, Journalisten und Interessierte“. Das ist der Satz, der für diese Fallanalyse zählt: Die Website ist von Anfang an als Quelle für Redaktionen gebaut – mit Rangliste, Regionalseiten, Presseseite und Bildmaterial.

Die Idee: Daten, Regionalisierung und ein fester Termin

Drei Bausteine machen den Glücksatlas für Medien interessant. Jeder davon lässt sich einzeln übertragen, ihre Wirkung entsteht aber aus der Kombination.

  • Eigene Daten mit belastbarer Methode. Eine Zahl wie „7,09 Punkte“ für die Lebenszufriedenheit 2025 gibt es nur hier. Wer sie zitiert, nennt die Quelle – und verlinkt sie oft.
  • Regionalisierung. Die Ausgabe 2025 vergleicht 16 Bundesländer und 32 Regionen; das jährliche Städteranking 2026 bewertet 40 Großstädte über 200.000 Einwohner. Jedes Bundesland hat eine eigene Unterseite, jede Stadt im Städteranking ein vierseitiges Factsheet.
  • Zwei feste Termine. Die Hauptausgabe erscheint im Herbst (zuletzt am 27. Oktober 2025 mit Pressekonferenz in Berlin), das Städteranking im Frühsommer (zuletzt am 9. Juni 2026). Redaktionen können damit planen.

Dazwischen erscheinen kleinere Sonderstudien, etwa zu Homeoffice, Haustieren oder Beziehungsglück. Das Grundmuster solcher Studien beschreibt unser Beitrag Datenstudie als Linkmagnet; hier geht es um die Frage, was die Wiederholung zusätzlich bringt.

Was die Linkdaten zeigen

Gemessen haben wir am 4. Oktober 2026 mit dem Backlink-Index von DataForSEO. Wichtig vorab: Jedes Tool hat seinen eigenen Index, Ahrefs oder Sistrix können andere absolute Werte zeigen. Die Größenordnungen und vor allem der zeitliche Verlauf sind belastbarer als die einzelne Zahl.

KennzahlWertEinordnung
Verweisende Domains789 (722 Hauptdomains)davon 108 nur mit nofollow-Links
Backlinks gesamt2.038von 1.775 verweisenden Seiten
Domain Rank (DataForSEO, 0–100)40zum Vergleich: tagesschau.de 77
Verweisende Domains Ende 2022441+348 bis Oktober 2026
Domains mit Domain Rank ab 60186davon 117 Medien (63 %)
Defekte Backlinks255Links auf nicht mehr erreichbare URLs

Unter den starken Quellen finden sich Tagesschau, NDR, BR, WDR, SWR, ZDFheute, Süddeutsche, Zeit, FAZ, Welt, Stern und Spektrum, dazu Dutzende Regionalzeitungen und Lokalradios. Die Klassifizierung der 186 Domains mit Domain Rank ab 60 haben wir von Hand vorgenommen: 108 Nachrichten- und Publikumsmedien, 9 Fach- und Wissenschaftsmedien, 13 Behörden, Städte, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, 3 Presseportale, 53 sonstige Plattformen wie Podcast-Verzeichnisse oder Wikis.

Welche Unterseiten die Links bekommen

UnterseiteVerweisende Domains
Startseite (www, ohne /index.html)146
Glücksatlas 2025 (Hauptartikel)70
Städteranking 202566
Presseseite50
Glücksatlas 202449
Städteranking 202441
Städteranking 202639
Glücksatlas 202319

Zwei Befunde fallen auf. Erstens bekommt das Städteranking fast so viele Links wie die Hauptausgabe – der kleinere Termin trägt die Kampagne mit. Zweitens verlinken 50 Domains die Presseseite: Redaktionen setzen den Link dorthin, wo sie Grafiken und Pressemitteilung geholt haben.

Ankertexte: Marke statt Suchbegriff

Die häufigsten echten Ankertexte (der klickbare Linktext) sind „Glücksatlas“ (77 Domains), „SKL Glücksatlas“ (48) und die Domain selbst (27). Dazu kommen 25 Domains mit „Deutsche Post Glücksatlas“ aus der Zeit vor 2022. Inhaltliche Anker wie „Kassel“ oder „Studie“ tauchen nur vereinzelt auf. Das ist das typische Bild eines redaktionell verdienten Profils.

Die Zeitreihe: Links kommen mit dem Termin

Die deutlichste Aussage liefert die Zeitreihe der neuen verweisenden Domains je Monat. Im Median gewinnt die Studienseite in einem Monat ohne Veröffentlichung 15 neue Domains (Januar 2023 bis September 2026, ohne Termin- und Folgemonate). In den Monaten mit Veröffentlichung sind es deutlich mehr:

Neue verweisende Domains je Monatskl-gluecksatlas.de, Monate mit Veröffentlichung im Vergleich15Üblicher MonatMedian ohne Termin82Nov. 2023Glücksatlas52Nov. 2024Glücksatlas28Okt. 2025Glücksatlas37Juni 2025Städteranking37Juni 2026StädterankingQuelle: DataForSEO-Backlink-Index, Abruf 04.10.2026
In jedem Veröffentlichungsmonat gewinnt die Studienseite knapp doppelt bis gut fünfmal so viele neue verweisende Domains wie in einem üblichen Monat.
  • November 2023 (Glücksatlas am 9.11.): 82 neue Domains.
  • November 2024 (Glücksatlas am 5.11.): 52 neue Domains.
  • Oktober 2025 (Glücksatlas am 27.10.): 28 neue Domains, im November folgten 22 weitere echte Quellen.
  • Juni 2025 und Juni 2026 (Städteranking am 12.6. und 9.6.): jeweils 37 neue Domains.

Für November 2025 weist der Index sogar 105 neue Domains aus. 83 davon stammen aber von automatisch erzeugten SEO-Analyseseiten, die den Link nur im Seitenkopf mit dem Text „Backlinks for skl-gluecksatlas.de“ tragen. Wir haben sie herausgerechnet – mit Berichterstattung haben sie nichts zu tun.

Noch klarer ist das Bild bei den Mediendomains: Im Oktober 2025 kamen 14 neue Domains hinzu, die DataForSEO als Nachrichtenseite einstuft, im Juni 2025 waren es 12. In den meisten übrigen Monaten sind es null bis vier. Die Nachfrage verläuft parallel: Das Suchwort „glücksatlas“ kam im Oktober 2025 und im Juni 2026 auf jeweils 8.100 Suchanfragen, in ruhigen Monaten auf 260.

Warum Redaktionen verlinken

Aus den Daten lassen sich drei Mechanismen ablesen. Sie erklären, warum dieselbe Frage jedes Jahr wieder Berichte auslöst.

1. Jede Region hat ihre eigene Geschichte

Ein bundesweiter Durchschnitt ist eine Meldung, eine Rangliste sind sechzehn. Das sieht man in der Liste der verweisenden Domains: Volksstimme, Lausitzer Rundschau, Nordsee-Zeitung, Ostsee-Zeitung, Aachener Zeitung, Augsburger Allgemeine, Hit Radio FFH, Radio Wuppertal, Antenne Münster, dazu ganze Netzwerke lokaler Nachrichtenportale. Jede Redaktion berichtet über ihren eigenen Platz.

2. Gewinner verlinken stolz

Sechs Stadtportale verweisen auf die Studie, darunter erfurt.de, frankfurt.de, nuernberg.de und duesseldorf.de. Der Index hat den Link von erfurt.de erstmals am 9. Juni 2026 erfasst – dem Tag, an dem Erfurt Platz 1 im Städteranking belegte. Dazu kommen Hochschulen in Freiburg, Kassel und Erfurt sowie die Wirtschaftsförderung Kassel. Eine Rangliste schafft Organisationen, die über ihr Ergebnis sprechen wollen.

3. Der Termin wird zur Tradition

Redaktionen planen wiederkehrende Themen ein. Wer im Vorjahr über den Glücksatlas berichtet hat, hat das Thema im Kalender und einen Vergleichswert für die eigene Region. Für die Studie heißt das: Die Pressearbeit wird mit jeder Ausgabe einfacher, weil Kontakte und Erwartung bleiben. Die Ankertexte „Glücksatlas 2024“ und „SKL Glücksatlas 2025“ zeigen, dass Redaktionen die Ausgaben als Serie behandeln. Das ist der Unterschied zu einmaligen Aktionen und zu Newsjacking, das von fremden Anlässen lebt.

Der GEO-Aspekt: Über eine Studie wie den Glücksatlas berichten auch Medien, die keinen Link setzen. Für das Google-Ranking zählen nur die Links, für die Nennung in KI-Antworten genügt schon die Erwähnung – „laut Glücksatlas“ ist eine solche Nennung. Wie viele Berichte die Studie nur nennen, zeigt kein Backlink-Tool. Wie Sie solche unverlinkten Erwähnungen einordnen, beschreibt unser Beitrag zu Earned Media.

Die Schattenseiten im Linkprofil

Ein Linkprofil aus Medienberichten ist kein fester Bestand. Die Daten zeigen drei Schwachstellen, die jede wiederkehrende Studie betreffen.

  • Links verfallen. 2024 gewann die Seite laut Index zwar neue Domains, verlor aber mehr: Ende 2023 standen 672 verweisende Domains, Ende 2024 waren es 660. Allein im November 2024 kamen 52 hinzu und 52 fielen weg. Nachrichtenartikel wandern ins Archiv, hinter Bezahlschranken oder werden gelöscht.
  • Jahres-URLs zersplittern die Links. Jede Ausgabe hat ihre eigene Adresse (gluecksatlas-2023.html, gluecksatlas-2024.html, gluecksatlas-2025.html). Die Links verteilen sich auf viele Seiten statt sich auf einer zu sammeln. 255 Backlinks zeigen auf URLs, die nicht mehr erreichbar sind.
  • Bekanntheit zieht Spam an. Neben den 83 automatisierten Analyseseiten vom November 2025 tauchen seit August 2026 Ankertexte wie „Premium PBN Backlinks“ auf. Das richtet bei einer Domain mit so vielen echten Medienlinks erfahrungsgemäß keinen Schaden an; wann man solche Links überhaupt entwertet, steht in Disavow Tool: wann es sinnvoll ist.

Lehrreich ist auch der Domainwechsel. Die alte Adresse gluecksatlas.de leitet auf die neue Startseite weiter – das sichert die Links auf die Startseite. Die Unterseiten früherer Ausgaben tun das nicht: Die Regionenseite von 2012 (/cms/2012/regionen.html) hat laut Index noch 28 verweisende Domains, liefert bei unserem Abruf am 4. Oktober 2026 aber den Fehler 404. Diese Links laufen ins Leere.

Unsere Empfehlung: Geben Sie einer wiederkehrenden Studie eine feste Adresse für die jeweils aktuelle Ausgabe (etwa /studie/) und verschieben Sie Vorjahre in ein Archiv darunter. Redaktionen verlinken dann jedes Jahr dieselbe URL, und die Links bündeln sich. Und wenn Sie Seiten umziehen oder löschen: Leiten Sie jede verlinkte Unterseite einzeln per 301 weiter, nicht nur die Startseite.

Übertragbare Lehren: die Datenstudie im kleinen Maßstab

Ein mittelständisches Unternehmen wird keine 13.905 persönlichen Interviews finanzieren. Muss es auch nicht: Die drei Bausteine funktionieren mit einem Bruchteil des Aufwands, wenn das Thema enger gefasst ist.

Der Jahreszyklus einer DatenstudieAm Beispiel Glücksatlas: zwei feste Termine, dazwischen kleinere Anlässe1Erhebunglaufendmonatliche BefragungDatenbestand wächst2StädterankingJuni40 Großstädteeigener Pressetermin3ThemenstückedazwischenSonderstudienneue Anlässe4HauptausgabeOkt./Nov.Länder und RegionenPressekonferenz5NachlaufTage und Wochen danachRegionalmedienStädte, Hochschulen
Zwei feste Termine im Jahr, dazwischen kleinere Anlässe – dieser Rhythmus lässt sich auf eine kleine Studie übertragen.
  1. Eine Frage, die sich jährlich wiederholen lässt. Ein Sanitärbetrieb fragt nach dem Badezimmer-Zustand im Landkreis, ein Steuerberater nach der Belastung durch Bürokratie im Handwerk der Region. Wichtig ist, dass die Frage im nächsten Jahr noch dieselbe ist – nur dann entsteht eine Zeitreihe.
  2. Regional oder nach Branche aufschlüsseln. Jede Aufschlüsselung ist ein eigener Anlass für eine Redaktion. Drei Landkreise im Vergleich ergeben drei Geschichten.
  3. Den Termin festlegen und halten. Erscheint die Studie jedes Jahr im selben Monat, rechnen die Redaktionen beim zweiten Mal bereits damit.
  4. Eine feste URL mit Presseteil. Grafiken, Kernzahlen und Methode an einem Ort – genau dort setzen Redaktionen ihre Links, wie die 50 Domains auf der Glücksatlas-Presseseite zeigen.

Wie das im Kleinen aussieht, dokumentieren wir in unserer eigenen Case Study zum Digital-Atlas Mittelfranken: 210 Rathaus-Websites, ein Punktemodell, eine Karte und gezielte Themenangebote an sechs Medien. Den vollständigen Kampagnenablauf beschreibt der Leitfaden Digital PR für Linkbuilding.

Wie viele Befragte brauchen Sie?

Bei einer Umfrage hängt die statistische Fehlerspanne an der Zahl der Befragten. Für einen Anteilswert um 50 Prozent liegt sie bei einer echten Zufallsstichprobe und 95 Prozent Sicherheit bei rund ±6,9 Prozentpunkten mit 200 Befragten, ±4,4 Punkten mit 500 und ±3,1 Punkten mit 1.000. Für eine Aussage wie „Gut die Hälfte der Handwerksbetriebe im Landkreis …“ reichen 200 Antworten. Für eine Rangliste zwischen Regionen mit knappen Abständen reichen sie nicht.

Online-Panels sind keine echten Zufallsstichproben, die Spannen sind also eine Untergrenze. Legen Sie die Methode offen, wie es der Glücksatlas mit seinem Methodenbericht tut.

Aufwand: was eine Mini-Version kostet

Was der Glücksatlas kostet, ist nicht öffentlich, und wir schätzen es nicht. Für eine regionale Datenstudie im Mittelstand lässt sich der Aufwand eingrenzen – als Schätzung aus Marktspannen und Projekterfahrung, nicht als Angebotspreis.

BausteinAufwand (Schätzung)Kosten (Schätzung)
Fragebogen und Konzept2–3 Personentageintern
Feldphase, 200–500 Befragte (Online-Panel)2–4 Wochen Laufzeit1.500–5.000 €
Auswertung und Grafiken3–5 Personentageintern oder 1.500–4.000 €
Landingpage mit Presseteil3–5 Personentageintern oder 2.000–5.000 €
Pitches an 10–20 Redaktionen2–3 Personentageintern

In Summe sind das rund 10 bis 16 Personentage und 1.500 bis 14.000 Euro externe Kosten – je nachdem, wie viel intern entsteht. Ab dem zweiten Jahr sinkt der Aufwand, weil Fragebogen, Seite und Kontakte bereits stehen.

Rechenbeispiel: Nehmen wir an, die erste Ausgabe kostet 8.000 Euro extern. Eine bezahlte Platzierung in einem Fachmedium liegt im Markt zwischen 150 und 3.000 Euro, setzen wir 800 Euro an. Dann rechnet sich die Studie gegenüber dem Linkkauf ab zehn redaktionellen Links – und diese Links sind nicht als gesponsert gekennzeichnet, kommen aus Medien, die Sie nicht kaufen können, und bringen Erwähnungen ohne Link obendrein. Erreicht die zweite Ausgabe mit 3.000 Euro wieder zehn Links, sinkt der Preis je Link auf 300 Euro.

Ob zehn Links realistisch sind, hängt am Thema und an der Pressearbeit, nicht am Budget. Wer die Pitches nicht selbst schreiben will, findet spezialisierte Anbieter im Verzeichnis der Digital-PR-Agenturen; welche Formate neben Studien Links anziehen, zeigt unser Überblick zu Linkbait-Formaten.

Was das für Sie konkret heißt

Notieren Sie heute eine Frage, die Ihre Kunden oder Ihre Region betrifft, die Sie mit eigenen Daten beantworten können und die sich nächstes Jahr unverändert wieder stellen lässt. Prüfen Sie dann, ob sie sich nach Landkreis, Stadt oder Branche aufschlüsseln lässt. Wenn ja, haben Sie den Kern eines Glücksatlas im Kleinen.

Legen Sie gleich mit fest, in welchem Monat die Studie künftig erscheint und unter welcher festen URL. Beides lässt sich später kaum korrigieren, ohne Links zu verlieren.

Was das nicht leistet

Diese Fallanalyse misst Links, keine Wirkung. Ob die Links Rankings verbessert haben, wie viele Besucher kamen und was die Studie die SKL gekostet hat, wissen wir nicht. Die Zahlen stammen aus dem Index von DataForSEO; andere Tools zeigen andere Werte. Der Index erfasst Links mit Verzögerung, der Monat des ersten Fundes ist deshalb nicht immer der Monat der Veröffentlichung. Die Einordnung der 186 starken Domains in Medien, Behörden und Plattformen haben wir von Hand vorgenommen.

Auch die Übertragung hat Grenzen. Der Glücksatlas profitiert von über einem Jahrzehnt Bekanntheit, einer Universität als Absender und einem Thema, das alle betrifft. Eine Studie über Badezimmer im Landkreis wird keine Tagesschau-Meldung – aber sie kann Regionalzeitung, Branchenmagazin und Kammer erreichen.

Häufige Fragen

Was ist der SKL Glücksatlas?

Der SKL Glücksatlas ist eine jährliche Studie zur Lebenszufriedenheit in Deutschland. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei der Universität Freiburg, die Kerndaten erhebt das Institut für Demoskopie Allensbach, Partner sind seit 2022 die Staatlichen Klassenlotterien SKL. Die Hauptausgabe vergleicht Bundesländer und Regionen, ein separates Städteranking die 40 größten Städte.

Wie viele Backlinks hat der Glücksatlas?

Laut DataForSEO-Index verweisen am 4. Oktober 2026 789 Domains mit 2.038 Backlinks auf skl-gluecksatlas.de. Ende 2022 waren es 441 Domains. Andere Backlink-Tools nutzen eigene Indizes und zeigen abweichende Werte.

Wann erscheint der Glücksatlas?

Die Hauptausgabe erschien zuletzt jeweils im Herbst: am 9. November 2023, am 5. November 2024 und am 27. Oktober 2025. Das Städteranking erscheint im Frühsommer, zuletzt am 9. Juni 2026. Termine künftiger Ausgaben entnehmen Sie der Presseseite des Glücksatlas.

Warum ist der Glücksatlas ein gutes Beispiel für Digital PR?

Weil er drei Bausteine kombiniert, die Redaktionen verlinken: eigene Daten mit offener Methode, eine regionale Rangliste und einen festen jährlichen Termin. Die Linkdaten zeigen in jedem Veröffentlichungsmonat eine Spitze neuer verweisender Domains, darunter viele Nachrichtenmedien.

Kann ein kleines Unternehmen eine solche Datenstudie umsetzen?

Ja, in kleinerem Maßstab. Eine regionale Umfrage mit 200 bis 500 Befragten, eine Aufschlüsselung nach Landkreis oder Branche und eine feste Landingpage reichen für Regional- und Fachmedien. Als Größenordnung sind 10 bis 16 Personentage und 1.500 bis 14.000 Euro externe Kosten realistisch – eine Schätzung, kein Angebotspreis.

Was hat eine Datenstudie mit GEO zu tun?

GEO (Generative Engine Optimization) zielt auf Nennungen in KI-Antworten. Dafür genügt eine Erwähnung in einer Quelle, die das KI-System heranzieht – ein Link ist nicht nötig. Eine Studie, über die Medien berichten, erzeugt beides: Links für das Google-Ranking und Erwähnungen, die in KI-Antworten auftauchen können.

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