Titelkarte: Dofollow-Links: was sie sind, was sie bringen – Grundlagen, Linkship

Dofollow-Links: erkennen, einordnen und wie viele Sie brauchen

„Dofollow“ ist eines der meistgebrauchten Wörter im Linkhandel – und eines, das es im HTML gar nicht gibt. Ein Dofollow-Link ist schlicht ein normaler Link: ein Verweis ohne die Zusätze nofollow, sponsored oder ugc.

Trotzdem hängen an dem Begriff Preislisten, Quotenregeln und erstaunlich viel Halbwissen. Wir haben deshalb nachgezählt: In 495 Foren und Communities aus dem Linkship-Verzeichnis haben wir geprüft, wie externe Links ausgezeichnet sind.

Das Ergebnis vorweg: In 56,6 Prozent der eindeutig einzuordnenden Foren tragen externe Links nofollow. Was das für Ihren Linkaufbau bedeutet, wie Sie einen Dofollow-Link in einer halben Minute erkennen und wann er sogar der falsche Link ist, zeigen die folgenden Abschnitte.

Kurz & knapp

  • Ein Dofollow-Link ist ein Link ohne die rel-Werte nofollow, sponsored oder ugc. Ein Attribut „dofollow“ gibt es nicht; Google verlangt für normale Links keinen rel-Wert.
  • Seit dem 10. September 2019 behandelt Google nofollow, sponsored und ugc als Hinweise für das Ranking, seit dem 1. März 2020 gilt nofollow auch für Crawling und Indexierung nur noch als Hinweis.
  • In einer Linkship-Messung vom 26. September 2026 zeichneten 224 von 396 eindeutig eingeordneten Foren (56,6 %) externe Links als nofollow aus; 126 Foren (31,8 %) setzten sie überwiegend als Dofollow-Links.
  • Eine feste Soll-Quote von Dofollow- zu Nofollow-Links steht in keiner Google-Dokumentation. Entscheidend ist, warum ein Link entstanden ist, nicht sein Anteil am Profil.
  • Bezahlte Links müssen laut Googles Spam-Richtlinien mit rel=“sponsored“ oder rel=“nofollow“ gekennzeichnet sein. Ein bezahlter Dofollow-Link gilt als Link-Spam.

Was ein Dofollow-Link ist – und warum es das Attribut nicht gibt

Ein Link besteht im HTML aus dem a-Element mit Zieladresse: <a href="https://beispiel.de/">Ankertext</a>. Über das Attribut rel kann der Verlinkende zusätzlich angeben, in welcher Beziehung er zum Ziel steht. Fehlt ein solcher Hinweis, spricht man im SEO-Jargon von einem Dofollow-Link oder Dofollow-Backlink.

Google formuliert das in seiner Dokumentation nüchtern: Für normale Links, die Google ohne Einschränkung abrufen und auswerten soll, sei kein rel-Attribut nötig (Google Search Central: Ausgehende Links qualifizieren). Ein rel="dofollow" kommt dort nicht vor. Wer es setzt, schreibt einen Wert, den die Dokumentation nicht kennt – der Link bleibt ein normaler Link.

Markup am LinkGilt alsBedeutung laut Google-Doku
kein rel-AttributDofollownormaler Link, kein Zusatz nötig
rel=“noopener noreferrer“DofollowBrowser-Werte für Sicherheit und Datenschutz, keine Linkauszeichnung
rel=“dofollow“Dofollowin der Doku nicht vorgesehen, ändert nichts
rel=“nofollow“Nofollowkeine Verbindung zur Zielseite, nicht von hier crawlen
rel=“sponsored“Nofollow-VarianteWerbung oder bezahlte Platzierung
rel=“ugc“Nofollow-VarianteNutzerinhalte wie Kommentare und Forenbeiträge

Was die drei Werte im Einzelnen bewirken und wie man sie kombiniert, erklärt der Beitrag Nofollow, Sponsored, UGC ausführlich. Hier geht es um den Normalfall – den Link ohne Zusatz – und darum, wie Sie ihn in der Praxis erkennen und einordnen. Was ein Backlink grundsätzlich ist und warum Google ihn als Empfehlung liest, steht im Grundlagen-Guide zu Backlinks.

Was Google offiziell sagt: Hinweise statt Befehle

Bis 2019 war die Lage einfach. nofollow, 2005 gegen Kommentarspam eingeführt, bedeutete für Google: Dieser Link zählt nicht als Signal. Am 10. September 2019 hat Google das geändert und im Search Central Blog zwei neue Werte vorgestellt, sponsored und ugc (Evolving „nofollow“ – new ways to identify the nature of links).

  • Für das Ranking gelten alle drei Werte seit dieser Ankündigung als Hinweise. Google entscheidet also selbst, ob es einen so markierten Link berücksichtigt.
  • Für Crawling und Indexierung wurde nofollow zum 1. März 2020 ebenfalls zum Hinweis. Wer damit Seiten aus dem Index halten wollte, braucht andere Mittel – empfohlen hatte Google das ohnehin nie.
  • Bestehende nofollow-Links müssen nicht umgestellt werden. Für Werbung bevorzugt Google sponsored, akzeptiert aber weiterhin nofollow.

Wichtig ist der Satz, den Google im selben Beitrag nachschiebt: In den meisten Fällen ändere das Hinweis-Modell nichts daran, wie solche Links behandelt werden. Man werde sie im Allgemeinen wie zuvor nofollow behandeln und nicht für das Ranking berücksichtigen. Wer daraus „nofollow zählt jetzt doch“ macht, liest mehr hinein, als dasteht.

Für Foren besonders interessant: Google empfiehlt ugc ausdrücklich für Kommentare und Forenbeiträge – und schreibt im selben Absatz, Betreiber könnten das Attribut bei Mitgliedern entfernen, die über längere Zeit hochwertige Beiträge liefern. Ein Dofollow-Link in einem Forum ist also nicht automatisch ein Versehen des Betreibers.

Wie viel ein normaler Link dann tatsächlich bewegt, entscheidet nicht das fehlende Attribut, sondern die Quelle: ihre eigene Stärke, die Zahl der übrigen Links auf der Seite, die thematische Nähe. Das Prinzip dahinter erklärt Linkjuice: Wie Linkkraft fließt.

So erkennen Sie einen Dofollow-Link

Drei Wege, vom schnellsten zum gründlichsten. Für alle gilt: Sie prüfen den einzelnen Link, nicht die Website als Ganzes.

  1. Entwicklertools des Browsers: Rechtsklick auf den Link, dann „Untersuchen“. Im markierten a-Element sehen Sie, ob ein rel-Attribut steht und welche Werte es enthält. Kein rel oder nur noopener/noreferrer heißt: Dofollow. Dauer: eine halbe Minute.
  2. Quelltext: Mit Strg+U (Mac: Cmd+Option+U) öffnen Sie den Quelltext, mit Strg+F suchen Sie nach Ihrer Domain. Der Quelltext zeigt allerdings nur das ausgelieferte HTML – Links, die erst per JavaScript entstehen, fehlen dort, die Entwicklertools zeigen sie.
  3. Prüfwerkzeug für ganze Seiten: Der Linkship-Link-Checker lädt eine Seite, sammelt bis zu 200 Links und zeigt zu jedem, ob er als nofollow, sponsored oder ugc gekennzeichnet ist – dazu Statuscode und Weiterleitung. Das lohnt sich, wenn Sie eine bezahlte oder zugesagte Platzierung abnehmen.

Drei Fallen beim Prüfen

  • Nofollow für die ganze Seite. Ein Link ohne rel-Attribut kann trotzdem eingeschränkt sein, wenn die Seite per <meta name="robots" content="nofollow"> oder per HTTP-Header X-Robots-Tag auf nofollow steht (Google: Robots-Meta-Tag und X-Robots-Tag). Ein Blick in den Kopfbereich der Seite gehört deshalb zu jeder Abnahme.
  • Umweg über die eigene Domain. Manche Seiten verlinken nicht direkt, sondern über eine Zwischenadresse wie /go/ oder /out/. Wie Google solche Weiterleitungslinks gewichtet, ist nicht dokumentiert. Unsere Empfehlung: Zählen Sie sie bei der Abnahme nicht als vollwertigen Dofollow-Link.
  • Späteres Umstellen. Attribute ändern sich, etwa nach einem Relaunch oder einem Software-Update. Ein Link, der heute dofollow ist, muss es in sechs Monaten nicht mehr sein. Wichtige Platzierungen prüfen Sie deshalb regelmäßig, nicht einmal.

Unsere Messung: 625 Foren, 4.691 Seiten

Foren gelten im Linkhandel als klassische Quelle für Dofollow-Links – und sind gleichzeitig das Paradebeispiel für Nutzerinhalte, für die Google ugc empfiehlt. Wir wollten wissen, wie die Betreiber das tatsächlich handhaben. Grundlage sind 625 Foren und Communities aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die zum Messzeitpunkt im Linkship-Verzeichnis für Foren und Communities standen; inzwischen listet es 712 Einträge.

Von 625 Foren zu 396 eindeutigen Befunden625Foren und Communities im Linkship-Verzeichnis598Foren abrufbar (27 blockiert oder Zeitüberschreitung)541mit Thread- oder Inhaltsseiten495mit Links auf fremde Domains396genug Links zum Einordnenausgewertet bei 495 Foren4.691 Seiten
Von 625 Verzeichniseinträgen blieben 396 Foren, deren Linkauszeichnung sich eindeutig bestimmen ließ – Stand 26. September 2026.

Die Methode: Am 26. September 2026 haben wir je Forum eine Stichprobe öffentlich erreichbarer Thread- oder Inhaltsseiten geladen – meist acht, bei einem Teil bis zu 24 Seiten – und jeden Link auf eine fremde Domain samt rel-Attribut gezählt. Bei den auswertbaren Foren flossen so 4.691 Seiten mit 5.879 externen Links in die Auswertung ein.

Nicht jedes Forum lieferte ein Ergebnis. 27 blockierten den Abruf, meist mit Status 403, oder antworteten nicht rechtzeitig. Bei 57 fanden wir keine Threadseite, bei 46 enthielten die geladenen Seiten keinen einzigen externen Link. Übrig blieben 495 auswertbare Foren.

Eingeordnet haben wir nach dem Anteil der Dofollow-Links an allen externen Links eines Forums: ab 80 Prozent „dofollow“, bis 20 Prozent „nofollow“, dazwischen „gemischt“. Foren mit nur einem bis vier externen Links in der Stichprobe haben wir in der Regel als „unklar“ markiert – das betrifft 99 Foren. Mit eindeutigem Befund bleiben 396.

Zählweise: Gezählt wurde das HTML der Seite, also auch Links in Fußzeile oder Navigation – etwa der Hinweis auf die Forensoftware –, nicht nur Links in Beiträgen. Eine Stichprobenkontrolle am 4. Oktober 2026 hat das bestätigt. Foren, deren Vorlage selbst Links ohne rel enthält, landen dadurch eher auf der Dofollow-Seite, als es für Links in Beiträgen zutrifft.

Das Ergebnis: Nofollow ist in Foren der Normalfall

Von den 396 eindeutig eingeordneten Foren zeichnen 224 ihre externen Links fast durchgängig als nofollow aus – 56,6 Prozent. 126 Foren (31,8 Prozent) setzen sie überwiegend ohne Einschränkung, 46 (11,6 Prozent) mischen.

Wie Foren externe Links auszeichnen396 eindeutig eingeordnete Foren, Momentaufnahme 26.09.202656,6 %Nofollow224 Foren · max. 20 % dofollow11,6 %Gemischt46 Foren · 21 bis 78 % dofollow31,8 %Dofollow126 Foren · mind. 80 % dofollowEigene Messung Linkship · Anteil an 396 Foren · 99 weitere mit 1 bis 4 Links: unklar
Mehr als die Hälfte der eindeutig eingeordneten Foren kennzeichnet externe Links als nofollow, knapp ein Drittel lässt sie ohne Einschränkung.
BefundForenAnteil an 396Anteil an 495
Nofollow (höchstens 20 % dofollow)22456,6 %45,3 %
Gemischt (21 bis 78 % dofollow)4611,6 %9,3 %
Dofollow (mindestens 80 % dofollow)12631,8 %25,5 %
Unklar (1 bis 4 externe Links)99–20,0 %

Das Bild ist stabil. Nehmen wir nur die 248 Foren mit mindestens zehn externen Links in der Stichprobe, liegen die Anteile bei 54,0 Prozent nofollow, 13,3 Prozent gemischt und 32,7 Prozent dofollow. Mit einer einfachen Mehrheitsregel über alle 495 auswertbaren Foren sind 300 überwiegend nofollow (60,6 Prozent) und 185 überwiegend dofollow (37,4 Prozent).

Auf Ebene der einzelnen Links sieht es ähnlich aus: Von 5.879 externen Links waren 2.572 dofollow (43,7 Prozent) und 3.292 nofollow (56,0 Prozent). 2.363 Links trugen den Wert ugc, meist kombiniert mit nofollow. sponsored kam nur zehnmal vor, verteilt auf zwei Foren.

Auffällig ist die Rolle von ugc: 169 der 224 Nofollow-Foren nutzen den Wert, den Google 2019 eingeführt hat. Ob das an der eingesetzten Forensoftware liegt, haben wir nicht geprüft. Für Ihre Planung heißt der Befund: Wer Foren als Quelle für Dofollow-Backlinks einplant, findet in gut der Hälfte keine.

Und dort, wo Forenlinks dofollow sind, gelten Googles Regeln gegen Link-Spam besonders deutlich: Forenkommentare mit optimierten Links im Beitrag oder in der Signatur nennt Google ausdrücklich als Beispiel. Was darunter fällt und was nicht, ordnet der Beitrag Googles Link-Spam-Richtlinien ein.

Drei Mythen, die sich hartnäckig halten

Mythos 1: „Ein natürliches Linkprofil hat 70 Prozent Dofollow-Links“

Solche Quoten kursieren in vielen Varianten, mal 70 zu 30, mal 80 zu 20. In Googles Dokumentation steht keine davon. Unsere Messung zeigt, warum eine feste Quote wenig Sinn ergibt: Wie Links ausgezeichnet sind, hängt an der Art der Quelle. Ein Unternehmen, das oft in Foren genannt wird, hat zwangsläufig mehr Nofollow-Links als eines, das vor allem in Fachmedien zitiert wird – und beide Profile können völlig natürlich sein.

Unsere Empfehlung: Schauen Sie nicht auf die Quote, sondern auf Muster. Wenn fast jeder Link eines Profils dofollow ist und einen Suchbegriff als Ankertext trägt, ist das ein Warnsignal – nicht wegen des Verhältnisses, sondern weil das Muster nach Einkauf aussieht.

Mythos 2: „Nofollow-Links sind wertlos“

Für das Ranking gilt: Google berücksichtigt sie im Allgemeinen nicht – so steht es in der Ankündigung von 2019. Wertlos sind sie trotzdem nicht. Ein nofollow-Link in einem gut besuchten Fachforum bringt Besucher, die gezielt nach Ihrem Thema gesucht haben.

Und er bringt eine Nennung. Hier trennen sich Linkbuilding und GEO (Generative Engine Optimization, also die Optimierung für KI-Antworten in ChatGPT, Perplexity oder Googles KI-Übersichten): Linkbuilding zielt auf Ranking-Signale und braucht dafür einen Link. GEO zielt auf Nennungen in KI-Antworten – dafür genügt eine Erwähnung, ob mit oder ohne Link, ob nofollow oder nicht.

Mythos 3: „Je mehr Dofollow-Links, desto besser“

Zehn Dofollow-Links aus Foren ohne Bezug zu Ihrem Thema ersetzen keinen redaktionellen Verweis aus einem Fachmedium. Ob ein Link etwas taugt, entscheiden Thema, Umfeld und Entstehung; das Attribut ist nur eines von mehreren Kriterien. Wie Sie das systematisch prüfen, zeigt Backlinks bewerten: 10 Kriterien mit Punktesystem.

Wie viele Dofollow-Links Sie brauchen

Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Brauchbar ist nur der Vergleich mit den Seiten, die heute dort stehen, wo Sie hinwollen – gezählt nach verweisenden Domains mit mindestens einem Dofollow-Link, nicht nach Links insgesamt. Zwanzig Links von einer Domain sagen weniger als drei Links von drei Domains.

Ein Rechenbeispiel mit angenommenen Zahlen: Ein Hersteller von Industriefiltern will mit einer Produktseite auf die erste Suchergebnisseite. Er notiert für die fünf Bestplatzierten die Zahl der verweisenden Domains mit Dofollow-Link:

SeiteVerweisende Domains mit Dofollow-LinkEinordnung
Platz 1140Spitzenwert, nicht maßgeblich
Platz 295–
Platz 370mittlerer Wert (Median) = Zielgröße
Platz 455–
Platz 540–
Eigene Seite30Lücke zum Median: 40 Domains

Bei angenommenen drei neuen Dofollow-Domains pro Monat schließt der Hersteller die Lücke in gut 13 Monaten. Warum der mittlere Wert und nicht der Spitzenreiter: Der erste Platz hat oft Gründe, die mit Links wenig zu tun haben, etwa eine bekannte Marke oder ein großes Alter der Domain. Wer sich an ihm misst, plant ein Budget, das er nicht braucht.

Die Zahlen liefern Backlink-Werkzeuge wie DataForSEO, Ahrefs, Semrush oder Sistrix, jeweils mit eigenem Datenbestand und deshalb mit abweichenden Werten. Vergleichen Sie deshalb nur Werte aus demselben Werkzeug. Die Google Search Console zeigt Ihre eigenen Links, aber nicht, welches Attribut sie tragen.

Wann ein Dofollow-Link der falsche Link ist

Es gibt einen Fall, in dem ein normaler Link zum Problem wird: wenn er bezahlt wurde. Googles Spam-Richtlinien nennen den Kauf und Verkauf von Links zu Ranking-Zwecken ausdrücklich als Link-Spam – Geld gegen Links, Waren oder Dienstleistungen gegen Links, Produkte, die gegen einen Beitrag mit Link verschickt werden. Im selben Abschnitt stellt Google klar: Bezahlte Links sind kein Verstoß, solange sie mit rel="nofollow" oder rel="sponsored" gekennzeichnet sind (Google: Richtlinien zu Spam, Abschnitt Link-Spam).

  • Sponsored Post oder Advertorial in einem Fachmedium: Der Link gehört auf sponsored. Die werbliche Kennzeichnung im Text ist eine eigene, rechtliche Frage – mehr dazu im Beitrag Advertorial: Kennzeichnung, Kosten, Linkwirkung.
  • Produkttest gegen kostenloses Muster: Auch Ware ist eine Gegenleistung. Der Link im Testbericht braucht die Kennzeichnung.
  • Bezahlte Einträge und Partnerseiten: Wer für die Aufnahme zahlt, kauft eine Platzierung. Ein kostenpflichtiger Eintrag mit Dofollow-Link ist genau der Fall, den Google meint.

Ein Praxisbeispiel zum Durchrechnen: Nehmen wir ein Angebot über „20 Dofollow-Forenlinks für 400 Euro“. Nach unserer Messung lässt nur knapp ein Drittel der eindeutig eingeordneten Foren externe Links überhaupt dofollow. Wer zwanzig solcher Links garantiert, muss gezielt in diesem Drittel posten – mit bezahlten, optimierten Links in Beiträgen oder Signaturen. Genau das beschreibt Google als Link-Spam. 20 Euro je Link sind dann kein günstiger Preis, sondern der Preis für ein Risiko.

Unsere Empfehlung: Bei jeder Platzierung, für die Geld, Ware oder eine andere Gegenleistung geflossen ist, gehört rel="sponsored" an den Link – auch wenn der Anbieter „dofollow“ verspricht. Sie bezahlen dann nicht für Linkkraft, sondern für Leser, Reichweite und eine Nennung im passenden Umfeld. Das ist der ehrliche Gegenwert einer bezahlten Platzierung.

Was das für Sie konkret heißt

Nehmen Sie Ihre fünf wichtigsten Platzierungen der letzten zwölf Monate und prüfen Sie jede mit den Entwicklertools oder dem Link-Checker: Steht ein rel-Attribut am Link? Steht nofollow im Kopf der Seite? Führt der Link direkt zu Ihnen oder über eine Zwischenadresse? Das dauert zehn Minuten.

Sind darunter bezahlte Platzierungen ohne sponsored oder nofollow, bitten Sie den Betreiber um die Kennzeichnung. Und wenn Sie Foren nutzen: Wählen Sie sie nach Thema und Lesern aus, nicht danach, ob der Link dofollow ist – in gut der Hälfte der Foren ist er es ohnehin nicht.

Was das nicht leistet

Unsere Messung ist eine Momentaufnahme vom 26. September 2026 mit einer Stichprobe von meist acht Seiten je Forum. Sie zählt alle externen Links im HTML, auch solche in Vorlagen, und unterscheidet nicht zwischen Bereichen eines Forums. Foren, die Dofollow nur an langjährige Mitglieder vergeben – was Google ausdrücklich erlaubt –, bildet eine solche Stichprobe nicht zuverlässig ab. Bei einzelnen Einträgen landete die Stichprobe zudem auf redaktionellen Seiten des Portals statt in Threads.

Und das Attribut sagt nichts darüber, wie Google einen konkreten Link gewichtet. Ob ein normaler Link Ranking-Wirkung entfaltet oder ein nofollow-Link als Hinweis doch einfließt, lässt sich von außen nicht messen. Prüfen lässt sich die Kennzeichnung – nicht ihre Wirkung.

Häufige Fragen

Was bedeutet dofollow?

Ein Dofollow-Link ist ein normaler Link ohne die rel-Werte nofollow, sponsored oder ugc. Der Begriff stammt aus dem SEO-Jargon; im HTML gibt es kein solches Attribut. Google braucht für normale Links laut eigener Dokumentation keinen rel-Wert.

Wie erkenne ich, ob ein Link dofollow ist?

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Link und wählen Sie „Untersuchen“. Steht kein rel-Attribut am a-Element oder nur noopener/noreferrer, ist der Link dofollow. Prüfen Sie zusätzlich, ob die Seite per Meta-Robots-Angabe auf nofollow steht. Für ganze Seiten zeigt der Link-Checker die Attribute aller Links auf einmal.

Muss ich rel=“dofollow“ setzen?

Nein. Der Wert ist in Googles Dokumentation nicht vorgesehen. Ein Link ohne Zusatz ist bereits ein normaler Link; ein zusätzliches „dofollow“ ändert daran nichts.

Sind Forenlinks dofollow?

Meistens nicht. In unserer Messung vom 26. September 2026 setzten 224 von 396 eindeutig eingeordneten Foren (56,6 %) externe Links auf nofollow und 126 (31,8 %) überwiegend dofollow. Google empfiehlt für Forenbeiträge den Wert ugc und zählt optimierte Links in Beiträgen oder Signaturen zu Link-Spam.

Wie viele meiner Backlinks sollten dofollow sein?

Eine feste Quote nennt Google nicht. Sinnvoller ist der Vergleich: Zählen Sie die verweisenden Domains mit Dofollow-Link bei den fünf Bestplatzierten für Ihren Suchbegriff und nehmen Sie den mittleren Wert als Zielgröße. Den Rechenweg beschreibt Wie viele Backlinks braucht eine Website?.

Darf ein gekaufter Link dofollow sein?

Nein. Laut Googles Spam-Richtlinien müssen bezahlte Links mit rel=“sponsored“ oder rel=“nofollow“ gekennzeichnet sein, sonst gelten sie als Link-Spam. Mit Kennzeichnung ist der Kauf einer Platzierung dagegen kein Verstoß.

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