Linkpreis-Index DACH 2026: Was ein Backlink wirklich kostet
Was kostet ein Backlink? Auf diese Frage gibt es im Netz viele Antworten und kaum Daten. Anbieter nennen Preise für ihre Pakete, Ratgeber schätzen Spannen. Wir haben stattdessen nachgezählt und die öffentlichen Mediadaten von 781 deutschsprachigen Fachmagazinen ausgewertet.
Das Ergebnis ist der Linkpreis-Index DACH. Er zeigt, was ein bezahlter Online-Artikel in Fachmedien kostet, wie sich die Preise verteilen und wie viele Medien überhaupt offen mit Preisen umgehen. Wir aktualisieren den Index halbjährlich.
Kurz & knapp
- 781 Fachmagazine ausgewertet, 213 nennen öffentlich einen Preis für einen bezahlten Online-Artikel, 196 davon in Euro.
- Median: 1.935 Euro netto. Spanne: 100 bis 10.700 Euro.
- 118 der 196 Preise (60 %) liegen zwischen 1.000 und 4.000 Euro. 47 Magazine bleiben unter 1.000 Euro, 31 verlangen 4.000 Euro oder mehr.
- 382 Magazine (49 %) weisen Sponsored Posts oder Advertorials als buchbar aus, 291 (37 %) nur auf Anfrage.
- Nur 10 von 781 Magazinen sagen öffentlich, welches Linkattribut bezahlte Beiträge tragen: sieben schließen Linkkraft aus, drei versprechen Dofollow.
Die Preisverteilung
Die wichtigsten Kennzahlen
| Kennzahl | Wert | Basis |
|---|---|---|
| Ausgewertete Fachmagazine | 781 | eigene Erfassung |
| Mit Preis für bezahlten Online-Artikel | 213 | 27 % aller Magazine |
| Ganz ohne konkreten Preis | 459 | 59 % aller Magazine |
| Davon in Euro | 196 | Grundlage der Preisstatistik |
| Median-Preis | 1.935 € | netto, bezahlter Online-Artikel |
| Median Regionalmedien | 800 € | Zeitungsportale, Stadtmagazine |
| Niedrigster Preis | 100 € | Fachportal |
| Höchster Preis | 10.700 € | Wirtschaftsmagazin |
| Sponsored Posts ausdrücklich buchbar | 382 (49 %) | Angabe in Mediadaten |
| Nur auf Anfrage | 291 (37 %) | |
| Ausgeschlossen | 8 | |
| Öffentliche Angabe zum Linkattribut | 10 | 7 ohne Linkkraft, 3 Dofollow |
Was die Zahlen bedeuten
Preise sind kein Qualitätsmaß
Ein hoher Preis spiegelt vor allem Reichweite und Marke des Mediums, nicht den Wert des Links für Ihre Rankings. Bezahlte Beiträge sollen nach Googles Vorgaben ohnehin rel="sponsored" tragen. Was Sie für den Preis bekommen, sind Leser und eine Nennung im passenden Umfeld. Rechnen Sie deshalb mit dem Link-ROI-Rechner auf Leser und Anfragen um, nicht auf Domainstärke.
Die meisten Preise sind verhandelbar
459 Magazine (59 %) nennen gar keinen konkreten Preis, nur 213 nennen einen Preis für einen bezahlten Online-Artikel. Bei den übrigen wird individuell angeboten, und auch Listenpreise sind oft Verhandlungsbasis. Agenturen erhalten in vielen Verlagen eine Provision. Wie Sie verhandeln, zeigt Advertorial buchen.
Offenheit beim Linkattribut ist selten
Dass nur zehn von 781 Magazinen das Linkattribut öffentlich nennen, heißt: Sie müssen fragen. Lassen Sie sich Attribut und Kennzeichnung vor der Buchung schriftlich bestätigen. Wie das aussehen muss, steht in Gekaufte Links richtig kennzeichnen.
Methodik
Grundlage sind die öffentlich zugänglichen Mediadaten und Werbeseiten der 781 Magazine in unserer Erfassung, erhoben im September 2026. Erfasst wurde der Listenpreis für einen bezahlten Online-Artikel (Advertorial, Sponsored Post) ohne Zusatzleistungen. Preise in Franken und anderen Währungen sind nicht in der Euro-Statistik enthalten. Nicht erfasst sind Rabatte, Paketpreise und Preise auf Anfrage. Der Median ist robuster gegen Ausreißer als der Durchschnitt und deshalb die Hauptkennzahl.
Was das für Sie konkret heißt
Nutzen Sie den Median von 1.935 Euro als Orientierung für Fachmedien und 800 Euro für Regionalmedien. Liegt ein Angebot deutlich darunter, prüfen Sie Leser und Reichweite besonders genau.
Zitieren Sie den Index gern mit Quelle und Link. Die nächste Aktualisierung erscheint im Frühjahr 2027.
Häufige Fragen
Was kostet ein Backlink in Deutschland?
Ein bezahlter Online-Artikel in einem deutschsprachigen Fachmagazin kostet im Median 1.935 Euro netto, in Regionalmedien 800 Euro. Die Spanne reicht von 100 bis 10.700 Euro (eigene Erfassung, Stand September 2026).
Warum sind Backlinks so teuer?
Bezahlt wird nicht der Link, sondern der Platz im Medium: Redaktion, Reichweite und Leser. Deshalb unterscheiden sich die Preise vor allem nach Größe und Bekanntheit des Mediums.
Sind teure Backlinks besser?
Nicht automatisch. Ein hoher Preis steht für Reichweite, nicht für Ranking-Wirkung. Bezahlte Links sollen nach Google rel="sponsored" tragen und keine Linkkraft weitergeben.
Wie oft wird der Linkpreis-Index aktualisiert?
Halbjährlich. Die Werte in diesem Beitrag stammen aus dem September 2026.
Darf ich die Zahlen zitieren?
Ja, mit Quellenangabe „Linkpreis-Index DACH, linkship.de“ und einem Link auf diesen Beitrag.
