Linkbuilding-Fallbeispiele: Was acht Kampagnen im DACH-Raum brachten
Fallbeispiele für Linkbuilding gibt es viele – meist mit runden Zahlen und einem Kunden, den niemand nachprüfen kann. Wir sind den umgekehrten Weg gegangen: acht Kampagnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, jede mit Herausgeberseite, belegbarer Berichterstattung und einer eigenen Linkmessung.
Gemessen haben wir am 25. Oktober 2026 mit dem Backlink-Index von DataForSEO: wie viele Domains auf die Studie verlinken, wie viele davon Medien sind und ob die verlinkten Seiten heute noch existieren. Die Spanne reicht von 78 bis 4.557 verweisenden Domains.
Das Ergebnis vorweg: Die starken Fälle eint kein großes Budget, sondern eine Bauweise – regionale Ranglisten, ein fester Termin und eine Adresse, die über Jahre gleich bleibt. Beim schwächsten Fall zeigen 64 von 78 verlinkenden Domains heute auf eine Fehlerseite.
Kurz & knapp
- Linkship hat am 25. Oktober 2026 acht öffentlich dokumentierte Studien-, Ranking- und Tool-Kampagnen aus dem DACH-Raum mit DataForSEO gemessen. Sie haben zwischen 78 und 4.557 verweisende Domains mit aktiven Links.
- Unter den 100 stärksten verweisenden Domains waren je nach Fall 27 bis 48 Prozent Medien. Den höchsten Wert erreicht der INSM-Bildungsmonitor mit 48 Mediendomains.
- Regionale Ranglisten ziehen Links der öffentlichen Hand an: Beim Prognos Zukunftsatlas, beim Bitkom Smart City Index und beim ADFC-Fahrradklima-Test stammen 20 bis 25 der 100 stärksten verweisenden Domains von Städten, Kreisen, Ministerien oder Behörden.
- Eine feste Adresse bündelt die Links: Der Bitkom Smart City Index sammelt alle 257 verweisenden Domains auf einer einzigen URL. Beim Postbank-Wohnatlas verteilen sich 78 Domains auf 41 URLs, 64 davon verlinken heute auf Seiten mit Status 404.
- Nur permanente Weiterleitungen (301 oder 308) nutzt Google laut eigener Dokumentation als Signal, dass das Weiterleitungsziel die kanonische Adresse ist; temporäre (302 oder 307) nicht.
- Für KI-Suchen zählt auch die Nennung ohne Link: Der SRF-Bericht zum UBS-Sorgenbarometer 2024 nennt UBS und gfs.bern als Quelle, setzt aber keinen Link.
Auswahl und Methode: Was wir gemessen haben
In die Auswahl kam nur, was vier Bedingungen erfüllt: Herausgeber ist ein Unternehmen, ein Verband oder eine öffentliche Einrichtung aus dem DACH-Raum. Die Studie oder das Tool hat eine eigene, erreichbare Seite. Berichterstattung darüber ist mit URL belegbar. Und das Format wiederholt sich – jährlich, in festem Turnus oder zu jeder Wahl.
Den Glücksatlas haben wir bewusst ausgelassen; ihn analysiert unsere Glücksatlas-Fallanalyse ausführlich. Wie eine solche Kampagne im Kleinen entsteht, dokumentiert die Case Study zum Digital-Atlas Mittelfranken.
Gemessen haben wir mit DataForSEO alle aktiven Links auf die Studienseite, bei verstreuten Angeboten auf alle URLs mit dem Studiennamen im Pfad, jeweils einschließlich Weiterleitungen. Daraus ergeben sich drei Kennzahlen:
- Verweisende Domains: Zahl der Websites mit mindestens einem aktiven Link. Warum diese Zahl mehr sagt als die Summe der Backlinks, erklärt unser Beitrag Verweisende Domains.
- Medien unter den Top 100: Die 100 stärksten verweisenden Domains nach Domain Rank (DataForSEO) haben wir von Hand eingeordnet – Medien, öffentliche Hand, Wissenschaft, PR-Verteiler, Sonstige.
- Anteil der Haupt-URL: Wie viele der verweisenden Domains auf die meistverlinkte Adresse zeigen. Je höher, desto gebündelter die Linkkraft.
Was wir nicht behaupten: Budgets der Herausgeber sind nicht öffentlich, wir nennen oder schätzen sie nicht. Und jedes Backlink-Tool hat einen eigenen Index – absolute Zahlen können in Ahrefs oder Sistrix anders ausfallen. Vergleichbar sind die Fälle untereinander, weil alle mit demselben Werkzeug am selben Tag gemessen wurden.
Die acht Fälle im Überblick
Die Tabelle zeigt die Ergebnisse der Messung. Die Zahl der verweisenden Domains hängt stark vom Alter des Formats ab; die beiden anderen Spalten sagen mehr über die Bauweise.
| Fall (Herausgeber) | Format und Turnus | Verweisende Domains | Medien in Top 100 | Anteil Haupt-URL |
|---|---|---|---|---|
| Wahl-O-Mat (bpb) | Tool, zu Wahlen seit 2002 | 4.557 | 31 | 22 % |
| ADFC-Fahrradklima-Test (ADFC) | Umfrage mit Städteranking, alle zwei Jahre | 1.767 + 530 | 43 | 52 % |
| INSM-Bildungsmonitor (INSM, erstellt vom IW) | Bundesländerranking, jährlich seit 2004 | 757 | 48 | 57 % |
| Prognos Zukunftsatlas (Prognos, mit Handelsblatt) | Ranking aller Kreise, alle drei Jahre seit 2004 | 334 | 31 | 15 % |
| Smart City Index (Bitkom) | Ranking der Großstädte, jährlich | 257 | 35 | 100 % |
| Gehaltsreport (Stepstone) | Auswertung eigener Daten, jährlich | 147 | 37 | 100 % |
| Sorgenbarometer (UBS, gfs.bern) | Umfrage, jährlich | 116 | 35 | 46 % |
| Wohnatlas (Postbank, HWWI) | Preisanalyse, jährlich | 78 | 21 von 78 | 13 % |
Lesehilfe: Beim ADFC stehen zwei Zahlen, weil der Test von fahrradklima-test.adfc.de auf fkt.adfc.de umgezogen ist; Doppelungen sind möglich. Beim Bildungsmonitor sind alte und neue Adressen ohne Doppelzählung zusammengefasst. Beim Wohnatlas zählen nur URLs mit „wohnatlas“ im Pfad.
Regionale Ranglisten: Zukunftsatlas, Smart City Index, Bildungsmonitor
Prognos Zukunftsatlas: 400 Kreise, alle drei Jahre
Das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos bewertet seit 2004 alle drei Jahre die Zukunftschancen aller 400 Kreise und kreisfreien Städte. Die Ausgabe 2025 nutzt 31 Indikatoren; vorn liegt der Landkreis München vor Erlangen. Die Ergebnisse erscheinen zuerst im Handelsblatt (Prognos: Zukunftsatlas 2025).
Belegbare Berichterstattung: Die Stadt München meldete am 10. Juli 2025 ihren dritten Platz, die Neue Osnabrücker Zeitung fragte, warum Osnabrück beim Wohlstand schlecht abschneidet. In der Messung stammen 21 der 100 stärksten verweisenden Domains von der öffentlichen Hand, 31 von Medien. Der Haken: 334 Domains verteilen sich auf 74 URLs, die stärkste Adresse vereint nur 15 Prozent.
Bitkom Smart City Index: eine Adresse für alles
Der Digitalverband Bitkom bewertet jährlich die Digitalisierung deutscher Großstädte. Die Ausgabe vom 8. September 2026 umfasst 83 Städte, 39 Indikatoren und 14.442 Datenpunkte, jede Stadt hat eine eigene Ergebnisseite. Stuttgart löste München an der Spitze ab (Bitkom: Smart City Index).
Berichtet haben unter anderem WDR, FAZ und Süddeutsche; Dortmund und Münster veröffentlichten eigene Pressemitteilungen mit Link. Alle 257 verweisenden Domains zeigen auf dieselbe URL, 25 der Top 100 sind Städte, Länder oder kommunale Einrichtungen. Allein seit dem 8. September 2026 kamen 50 neue Domains hinzu – in gut sieben Wochen.
INSM-Bildungsmonitor: die meisten Medienlinks
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft lässt den Bildungsmonitor vom Institut der deutschen Wirtschaft erstellen und vergleicht damit seit 2004 jährlich die 16 Bundesländer. Die 23. Ausgabe wurde am 14. September 2026 in Berlin vorgestellt: Sachsen vorn, Bayern auf Platz zwei, Bremen Schlusslicht (INSM-Bildungsmonitor 2026).
Belegt sind etwa ein rbb24-Bericht zum Abschneiden von Berlin und Brandenburg und eine Meldung des Hessischen Kultusministeriums mit Link. Mit 48 Mediendomains unter den Top 100 hat der Bildungsmonitor den höchsten Medienanteil aller acht Fälle. Ein Bundesländerranking liefert jeder Landesredaktion ihre eigene Schlagzeile.
Unternehmensstudien: Stepstone, Postbank, UBS
Stepstone-Gehaltsreport: Daten, die nur das Portal hat
Die Jobplattform Stepstone wertet jährlich Gehaltsangaben aus, für 2026 laut Berichterstattung 1.326.157 Datensätze. Das Mediangehalt liegt bei 53.900 Euro brutto, aufgeschlüsselt nach Bundesländern, Berufen und Branchen (Stepstone: Gehaltsreport).
t3n berichtete am 8. Januar 2026, Tag24 griff den Ost-West-Vergleich für Sachsen auf. Alle 147 verweisenden Domains landen auf einer URL, weil ältere Adressen wie /gehaltsreport/ per 301 dorthin weiterleiten. Bemerkenswert: Den vollständigen Report gibt es nur gegen ein Formular mit Kontaktdaten, die Kernzahlen stehen frei auf der Seite – Redaktionen verlinken trotzdem.
Postbank-Wohnatlas: viel Presse, wenig Bestand
Die Postbank lässt den Wohnatlas vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut erstellen und veröffentlicht daraus jedes Jahr mehrere Teilauswertungen, 2026 etwa im April zur Preisentwicklung und im Oktober zu Neubau und Bestand (Postbank-Pressemitteilung April 2026). Berichtet haben unter anderem Cash Online und Radio KW für den Kreis Wesel.
Die Linkbilanz ist die schwächste im Feld: 78 Domains, verteilt auf 41 URLs. Bei unserem Abruf am 25. Oktober 2026 lieferten 28 dieser URLs den Status 404 – auf sie zeigen 64 der 78 Domains. Die Berichterstattung war da, die Adressen sind es nicht mehr.
UBS-Sorgenbarometer: Markenwechsel ohne Linkverlust
Das Sorgenbarometer fragt seit 1976 jährlich nach den Sorgen der Schweizer Stimmberechtigten, durchgeführt von gfs.bern. 2025 wurden 2.190 Personen befragt, Top-Sorge war das Gesundheitswesen mit 45 Prozent (UBS-Medienmitteilung vom 9. Dezember 2025).
Bis 2023 lief die Umfrage unter dem Namen Credit Suisse. Die alte Adresse credit-suisse.com/sorgenbarometer leitet per 301 auf die UBS-Seite – deshalb zählen Links von SRF, RTS, Watson oder Beobachter weiter. 116 Domains, 35 Medien unter den Top 100: für den kleineren Schweizer Markt ein solider Wert.
Mitmachen und nachschlagen: Fahrradklima-Test und Wahl-O-Mat
ADFC-Fahrradklima-Test: Links schon vor dem Ergebnis
Der Fahrradclub ADFC befragt alle zwei Jahre Radfahrende zur Fahrradfreundlichkeit ihres Ortes. 2024 nahmen 212.818 Menschen teil, 1.047 Städte und Gemeinden kamen in die Wertung. Die Befragung 2026 läuft vom 1. September bis 30. November, Orte brauchen eine Mindestzahl an Teilnahmen (ADFC-Fahrradklima-Test).
Genau das erzeugt Links: Von 522 ausgewerteten Domains auf die neue Adresse sind 434 erst im September und Oktober 2026 erstmals erfasst – mitten in der Befragung, vor jedem Ergebnis. 208 zeigen direkt auf die Teilnahmeseiten. Hannover und Nürnberg rufen auf ihren Stadtseiten zur Teilnahme auf, der Kölner Stadt-Anzeiger und der NDR ebenso.
Ein Detail für alle, die über KI-Suche nachdenken: Zehn Domains, darunter der NDR, verlinken den Test mit dem Zusatz utm_source=chatgpt.com. Die Adresse stammt also aus einer ChatGPT-Antwort – auch Redaktionen recherchieren inzwischen so.
Wahl-O-Mat: das Werkzeug als Dauerquelle
Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet den Wahl-O-Mat seit 2002 an. Zur Bundestagswahl 2025 wurde er 26 Millionen Mal genutzt, nach 21,3 Millionen im Jahr 2021 (bpb-Pressemitteilung vom 25. Februar 2025).
Mit 4.557 verweisenden Domains ist er der linkstärkste Fall. Die Pendants wahlkabine.at in Österreich und smartvote in der Schweiz kommen laut DataForSEO-Übersicht auf 769 und 1.612 verweisende Domains. Für Unternehmen ist das Prinzip übertragbar: Ein Rechner, der bei jedem Anlass wieder gebraucht wird, sammelt Links ohne neue Pressearbeit – mehr dazu im Überblick der Linkbait-Formate.
Fünf Muster der erfolgreichen Fälle
Legt man die acht Fälle nebeneinander, wiederholen sich fünf Eigenschaften. Keine davon hängt am Budget, alle an Entscheidungen, die vor der Veröffentlichung fallen.
- Jede Region bekommt ihre Geschichte. Die drei regionalen Ranglisten ziehen 20 bis 25 Domains der öffentlichen Hand unter die Top 100 – Städte, die ihren Platz melden. Bei Stepstone und UBS, die national auswerten, ist es keine.
- Der Termin wiederholt sich. Alle acht Formate erscheinen in festem Rhythmus. Redaktionen planen sie ein, Städte warten auf ihr Ergebnis, und jede Ausgabe erneuert die Berichterstattung.
- Eine Adresse bleibt. Smart City Index und Gehaltsreport bündeln 100 Prozent der Domains auf einer URL. Beim Zukunftsatlas und beim Wohnatlas sind es 15 und 13 Prozent.
- Es gibt Material zum Mitnehmen. Ergebnisseiten je Stadt, Länderseiten, Grafiken, beim ADFC Vorlagen zur Teilnehmergewinnung. Wer ein eigenes Ergebnis findet, verlinkt es.
- Ein Institut steht dahinter. IW, HWWI, gfs.bern, Prognos: Die Methode trägt einen Namen, den Redaktionen zitieren können. Wie Sie das mit eigenen Daten erreichen, beschreibt Datenstudie als Linkmagnet.
Der GEO-Aspekt: Der SRF-Bericht zum Sorgenbarometer 2024 nennt UBS und gfs.bern als Quelle, verlinkt aber nicht. Für das Google-Ranking zählt so ein Bericht nicht als Backlink, für KI-Antworten ist die Nennung trotzdem wertvoll – Linkbuilding braucht den Link, GEO genügt die Erwähnung. Wie Sie unverlinkte Nennungen finden und nachfassen, zeigt Unverlinkte Markennennungen in Backlinks verwandeln.
Der teure Fehler: Links, die ins Leere laufen
Die Berichterstattung ist bei allen acht Fällen da. Den Unterschied macht, was danach mit den Adressen passiert. Die Daten zeigen drei Varianten.
- Sauber umgezogen: Stepstone leitet alte Report-Adressen per 301 auf eine Seite, UBS die Credit-Suisse-Adresse auf die eigene Microsite, der ADFC die alte Subdomain auf die neue Struktur. Einzige Lücke beim ADFC: Die alte Teilnahmeseite, auf die 32 Domains zeigen, endet auf einer Seite „existiert nicht“.
- Temporär umgeleitet: Die alte Domain des Bildungsmonitors führt über drei temporäre Weiterleitungen (302, 302, 307) zur Ausgabe 2026. Google nutzt laut eigener Dokumentation nur permanente Weiterleitungen als Signal, dass das Ziel die kanonische Adresse ist (Google: Weiterleitungen und die Google Suche).
- Gelöscht: Beim Wohnatlas zeigen 64 von 78 Domains auf Seiten, die es nicht mehr gibt – Pressemitteilungen und Themenseiten aus mehreren Jahren.
Ein Rechenbeispiel: In unserer Erfassung der Fachmagazine nennen 371 Magazine einen Einstiegspreis in Euro für bezahlte Formate, der Median liegt bei 1.300 Euro (Stand 25.10.2026). Wollte man 64 verlorene Domains durch bezahlte Platzierungen ersetzen, wären das rechnerisch 83.200 Euro – und diese Links wären als gesponsert gekennzeichnet, also kein gleichwertiger Ersatz für redaktionelle Verweise. Eine 301-Weiterleitung pro alter URL kostet dagegen Minuten.
Unsere Empfehlung: Geben Sie einer wiederkehrenden Studie eine feste Adresse für die jeweils aktuelle Ausgabe und legen Sie Vorjahre in ein Archiv darunter. Leiten Sie bei jedem Relaunch jede verlinkte URL einzeln per 301 weiter, prüfen Sie die Kette mit dem Redirect-Checker und überwachen Sie verlinkte Adressen mit einem Backlink-Monitoring.
Was das für Sie konkret heißt
Bevor Sie eine eigene Studie planen, prüfen Sie die Bauweise gegen die fünf Muster: Lässt sich das Ergebnis nach Regionen oder Branchen aufschlüsseln? Können Sie es in zwölf Monaten wiederholen? Steht die Adresse fest, unter der auch die nächste Ausgabe erscheint? Wer eine Frage mit Nein beantwortet, ändert das Konzept, bevor Geld in die Erhebung fließt. Den Ablauf einer Kampagne von der Idee bis zum Pitch beschreibt Digital PR für Linkbuilding.
Haben Sie schon Studien veröffentlicht, gilt der zweite Schritt heute: Exportieren Sie in Ihrem Backlink-Tool alle verlinkten URLs Ihrer Domain und rufen Sie sie ab. Jede Adresse mit Status 404, die noch Links trägt, bekommt eine 301-Weiterleitung auf die passende aktuelle Seite. Welche Werkzeuge diese Liste liefern, vergleicht Linkbuilding-Tools im Vergleich; die Grundlagen zum Linkaufbau bündelt unser Grundlagen-Hub.
Was das nicht leistet
Unsere Messung ist eine Momentaufnahme vom 25. Oktober 2026 mit einem einzigen Index. Beim alten ADFC-Datensatz und beim Wahl-O-Mat haben wir nur die 1.000 stärksten Domains im Detail ausgewertet; die Einordnung in Medien und öffentliche Hand ist Handarbeit und an Grenzfällen angreifbar. Beim Wohnatlas fehlen Pressemitteilungen, deren Adresse das Wort „wohnatlas“ nicht enthält – die Zahl der Domains ist also eine Untergrenze.
Und die Daten zeigen Links, nicht Wirkung. Ob eine Kampagne Rankings, Anfragen oder Umsatz gebracht hat, wissen nur die Herausgeber. Ebenso wenig sehen wir Berichte ohne Link oder Nennungen in KI-Antworten. Die Muster sind deshalb Gemeinsamkeiten der gemessenen Fälle, keine Garantie für die nächste Studie.
Häufige Fragen
Was ist ein Linkbuilding-Fallbeispiel?
Ein Linkbuilding-Fallbeispiel, oft auch Case Study genannt, beschreibt eine konkrete Maßnahme und die Links, die daraus entstanden sind. Belastbar ist es nur mit Quelle: einer Seite des Herausgebers, belegbarer Berichterstattung und einer nachvollziehbaren Messung. Fälle ohne Namen und ohne Datum lassen sich nicht prüfen.
Wie viele Backlinks bringt eine Datenstudie?
In unserer Messung vom 25. Oktober 2026 hatten acht wiederkehrende Formate zwischen 78 und 4.557 verweisende Domains. Die drei regionalen Ranglisten lagen zwischen 257 und 757 Domains, gesammelt über mehrere Ausgaben. Eine einzelne Erstausgabe bringt deutlich weniger.
Welche Digital-PR-Formate funktionieren im DACH-Raum?
Am stärksten sind in unseren Beispielen Ranglisten mit regionaler Aufschlüsselung, wiederkehrende Umfragen und Werkzeuge, die immer wieder gebraucht werden. Gemeinsam ist ihnen ein fester Termin und ein Ergebnis, das jede Region oder Zielgruppe auf sich beziehen kann. Grundlagen dazu stehen in Digital PR für Linkbuilding.
Warum verlieren Studien ihre Backlinks?
Meist, weil die verlinkte Adresse verschwindet: Jahres-URLs werden gelöscht, Pressemitteilungen ziehen um, Domains werden zusammengelegt. Beim Postbank-Wohnatlas zeigen 64 von 78 verweisenden Domains auf Seiten mit Status 404. Eine 301-Weiterleitung pro alter Adresse verhindert das.
Wie messe ich den Linkerfolg meiner Kampagne?
Zählen Sie verweisende Domains statt Backlinks, und zwar mit demselben Tool vor und nach der Veröffentlichung. Prüfen Sie zusätzlich, wie viele davon Medien sind und auf welche URL sie zeigen. Berichte ohne Link erfassen Sie über eine Suche nach dem Studiennamen.
Zählen Erwähnungen ohne Link?
Für das Google-Ranking zählt in erster Linie der Link. Für KI-Suchen wie ChatGPT oder Googles KI-Übersichten genügt dagegen oft schon die Nennung als Quelle. Unverlinkte Berichte sind deshalb kein Misserfolg, sondern ein Anlass, bei der Redaktion freundlich um den Link zu bitten.
